Pfarrer verloren, Team gewonnen

Lokales
Stulln
13.11.2015
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Die Pfarrversammlung 2015 setzte ein klares Signal: Die Pfarrei Stulln bleibt auch in der Pfarreiengemeinschaft mit Schwarzenfeld eine aktive Pfarrgemeinde. Rückblick und Ausblick zeichneten ein lebendiges Bild. Auch verdiente Pfarrangehörige wurden geehrt.

"Froh die Stunde, froh der Tag". Mit diesem Liedsatz stimmte der Kirchenchor unter der Leitung von Rektor a. D. Heinz Prokisch im Pfarrheim auf die Zusammenkunft ein. Im Totengedenken erinnerte Pfarrgemeinderatssprecher Erwin Wittmann an die ehemalige Pfarrgemeinderätin Marianne Rohrwild und an das langjährige Kirchenverwaltungsmitglied Karl Schönberger.

Der Pfarrgemeinderatssprecher belebte seine chronologische Rückblende mit Bildern und führte den zahlreichen Besuchern liturgische Feiern und die mannigfaltigen Aktivitäten vor Augen: Unter vielen anderem Hochfeste des Kirchenjahres, die Firmung mit Weihbischof Reinhard Pappenberger, Familiengottesdienste, das Adventsingen, den Einkehrtag für den Pfarrgemeinderat im Haus Johannisthal mit der Thematik "Umbruch - Aufbruch", das 60-jährige Kirchenjubiläum, das Pfarrfest mit buntem Programm, die Familienwanderung, Kinderbibeltage und Kindergottesdienste sowie die Verabschiedung von Pater Georg, die Installation der Pfarreiengemeinschaft Schwarzenfeld-Stulln und die Sitzung mit wichtigen Vereinbarungen aufgrund der neuen Situation.

"Viel Wohlwollen"

Stulln hat seinen Pfarrer verloren, aber ein ganzes Team mit Pfarrvikar Joseph Kokkoth und Gemeindereferent Markus Seefeld gewonnen, merkte Pfarrer Heinrich Rosner bei seinen Ausführungen an. Der Pfarrgemeinderat ist bis 2018 gewählt. Für die neue Periode bestehen zwei Alternativen: Die Bildung eines Gesamtpfarrgemeinderats mit zwei Ortsausschüssen oder die Beibehaltung beider Gremien. Er selbst favorisiere die bestehende Regelung. Hierzu ist ein Antrag bei der Diözese Regensburg erforderlich, dem erfahrungsgemäß stattgegeben werde. Auch das Pfarrbüro bleibe am Ort. Die nun getroffenen Vereinbarungen werden nach Ablauf eines Jahres neu diskutiert. Zur Durchführung der Firmung im ein- oder zweijährigen Rhythmus bestehe noch kein fertiges Konzept. "Er erlebe sehr viel Verständnis und Wohlwollen", freute sich Pfarrer Heinrich Rosner. "Die Pfarrei möge uns zur Hilfe und Gott zur Ehre eine lebendige Gemeinde sein", wünschte sich der Geistliche.

In seinem Ausblick verwies der Pfarrgemeinderatssprecher auf den Dekanatsministrantentag 2016 in Stulln und weitere Veranstaltungen. Sein Dank galt allen für die "großartige Unterstützung und Zusammenarbeit". Kirchenpfleger Franz Sorgenfrei listete in einem detaillierten Sachbericht die notwendigen Sanierungen im Außen- und Innenbereich des Kirchengebäudes, die Mängel an der Elektroanlage, die Umstellung der Kirchenheizung auf eine elektrische Sitzheizung, die "Vergasung" des aufgetretenen Holzwurmes auf. Das bischöfliche Baureferat habe bereits die Notwendigkeit der Maßnahmen anerkannt. Nach der Kostenschätzung können die Ausschreibungen erfolgen. Als Baubeginn ist 2016 angepeilt. Die KLJB hatte mit ihrer humoristischen Einlage "Die Bierprobe" - von Simon Obermeier, Jakob Stuiber und Anna Pröls sowie Sophia Obermeier als moderierende Dolmetscherin in Szene gesetzt - die Lacher auf ihrer Seite.
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