Polizei gibt Entwarnung

Als sich das Wasser im offenen Graben am Friedhofweg grün färbte, verständigten Anwohner die Behörden. Die gingen der Sache auf den Grund und fanden ein Unternehmen aus der Nachbarschaft als Verursacher. Gefährlich sei der grüne Farbstoff nicht, hieß es. Bilder: Dobler (2)
Lokales
Stulln
28.11.2015
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Als sich das Wasser im Graben am Friedhofweg grün färbte, war den Anwohnern gar nicht wohl. "Unbedenklich" sagten aber die alarmierten Behörden später. Es war eine Art Farbstoff, der versehentlich in die Entwässerung geriet.

Aufgefallen ist das Malheur Freitagfrüh. Anlieger riefen die Polizei an, von wo aus wiederum Wasserwirtschaftsamt, Landratsamt und das Rathaus verständigt wurden. Noch war nicht klar, dass es sich um ein harmloses Färbungsmittel handelte, das in einem benachbarten Unternehmen eingesetzt wurde, um eine neue Produktionsanlage zu testen. Wände und Rohrleitung in der Anlage waren mit der grünen Lösung benetzt, so dass mit Wasser nachgespült wurde. Dieses Wasser hätte eigentlich in den Abwasserkanal und von dort zur Kläranlage gesollt.

Wie der Geschäftsführer des Betriebs auf Nachfrage unserer Zeitung erklärte, offenbarte sich allerdings auf diese Weise ein ungeahntes bauliches Problem: Abwasser- und Regenwasserkanal wurden bei der jüngsten Erweiterung der Produktion falsch angeschlossen, so dass die grüne Lösung in den offenen Kanal floss statt in die Kläranlage. Gleichzeitig gab es Entwarnung: "Das ist ein Farbstoff mit dem Namen Fluorescein-Natrium, der stark färbt und zum Beispiel am irischen St.Patricks-Day genutzt wird, um Flüsse grün einzufärben." Er sei nicht gefährlich oder schädlich.

Gegen Mittag kam ein Spezialfahrzeug eines Entsorgungsbetriebs, das das Regenrückhaltebecken und den Übergabeschacht leer pumpte, in dem sich Reste des grünen Wassers befanden. Das eingefärbte Wasser aus dem öffentlichen Kanalsystem kommt nach Südbayern zu einem Entsorgungsbetrieb.
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