Rinnen für das Regenwasser

Der Gemeinderat begutachtete die Ablaufsituation des Oberflächenwassers auf der unbefestigten Ortsstraße in Grafenricht. Bürgermeister Hans Prechtl (Zweiter von links) erläuterte die Vorschläge der Anlieger. Bild: ohr
Lokales
Stulln
27.09.2014
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Probleme bereitet das Oberflächenwasser. Der Gemeinderat machte sich dazu an Ort und Stelle ein Bild, die Anwohner hatten bereits akzeptable Lösungen parat.

Vor der Sitzung hörte der Gemeinderat bei einer Besichtigung die betroffenen Anlieger an. Anschließend fasste das Gremium diesen Beschluss, um das Ablaufen des Oberflächenwassers auf der unbefestigten Ortsstraße zwischen den beiden Bierner-Anwesen in Grafenricht zu verbessern. Auf eigene Kosten können die Anlieger entlang der privaten Pflasterfläche eine Entwässerungsrinne mit Einleitung in den vorhandenen Sinkkasten bauen. Außerdem dürfen sie die Breite der Hofeinfahrt auf dem gemeindlichen Straßengrundstück pflastern. "Aber der Weg bleibt öffentlich", merkte Bürgermeister Hans Prechtl an.

Bereits im Juli 2013 besichtigte der Gemeinderat die Grünanlage im Tonweg. Die Entwicklung der ausgedünnten Bodendecker sollte abgewartet werden. Der Zustand verschlechterte sich. Die Räte entschieden sich für das Auffüllen mit Humus und das Ansäen von Rasen. In diesem Zusammenhang dankte Prechtl den Anliegern für die Pflege des Grünstreifens vor ihren Anwesen.

Auch am Stullner Berg bereitet die Oberflächenablaufsituation beim Anwesen "Am Berg 3" Schwierigkeiten. Die Anwohner sprachen diese bereits beim Bürgermeister an: Bei Starkregen läuft das Wasser durch die Grundstückseinfahrt in das circa 30 Zentimeter tiefer liegende Anwesen. Berthold Braun von der technischen Bauverwaltung und Bauhofmitarbeiter stellten bei einer Augenscheinnahme fest: Größere Mengen Sand und Geröll wurden ins Grundstück gespült. Der überwiegende Anteil des Oberflächenwassers stammt aus der befestigten Hoffläche des Nachbaranwesens. Folgende Regelung soll die Situation entschärfen: Der Nachbar ist bereit, eine Wasserrinne einzubauen. Eine Regenrinne mit Bord vor dem Anwesen "Am Berg 3" schaffe eine einfache Abhilfe. Das abgefangene Wasser werde über einen Einlauf in den Kanal geleitet. Der Vorschlag wird mit den Sanierungsmaßnahmen 2015 ausgeschrieben. Diese Lösung bedinge aber eine Anpassung der Grundstückseinfahrt. Aufgrund der hohen Kosten wünsche kein Anlieger den Vollausbau der Straße, informierte Prechtl.

Der Gemeinderat erteilte dem Bauantrag von Corinna Groß auf Neubau eines Drucker-, Kopier- und Verpackungsraumes sowie einer Nutzungsänderung in der Berggasse 7 das Einvernehmen. Es handle sich um einen nicht störenden Gewerbebetrieb. Mit mehr Verkehr ist nicht zu rechnen, da Anlieferung und Versand der Waren hauptsächlich über Paketdienste erfolgen. "Die Nachbarunterschriften liegen vollständig vor", erläuterte der Bürgermeister. Die Anfrage der BRK-Bereitschaft Schwarzenfeld zum Aufstellen eines Altkleidercontainers stieß im Gremium auf Zustimmung. Folgende Standorte wurden alternativ angesprochen: Parkplatzstraße in der Nähe der Ruhebank, Parkplatz vor der Mehrzweckhalle oder bei den Garagen neben dem Sportplatz. In die endgültige Entscheidung wird die BRK-Bereitschaft einbezogen.

Für die beschränkte Ausschreibung verschiedener Straßen- und Kanalsanierungen lagen sieben Angebote vor. Die Firma Gruber aus Cham erhielt als günstigster Bieter von brutto 68 385,82 Euro den Zuschlag. Gemeinderat Alexander Schießl gab die Anregung eines Ehepaares weiter, vor dem Ausbau des Brensdorfer Weges den Kanalanschluss zu prüfen.
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