Rund 12 000 Fahrten nötig

Lokales
Stulln
08.12.2014
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Der Antrag von Max Ettl auf Geländeabtrag zur Verbesserung der landwirtschaftlichen Nutzung auf einem Grundstück in Brensdorf führte zu einer lebhaften Aussprache.

Zum Sachverhalt: Das besagte Grundstück ist im Norden aufgrund der relativ steilen Hanglage nicht optimal zu bewirtschaften. Der Antragsteller plant daher, durch Abtrag in diesem Bereich eine Reduzierung der Neigung von derzeit 17 auf 5 Prozent zu erreichen und anschließend einen Humusauftrag vorzunehmen.

Zur Absicherung soll zwischen den erstellten Böschungsoberkanten und den Waldgrenzen ein Erdwall in Höhe von 75 sowie ein Graben mit 50 Zentimeter und ein befestigter Wirtschaftsweg mit der Breite von drei Metern entstehen. Die gesamte Abtragungsmenge liegt bei 121 900 Kubikmeter. Im wirksamen Flächennutzungsplan der Gemeinde Stulln ist dieses Teilareal als Fläche für die Landwirtschaft dargestellt.

Hoher Aufwand

Der eventuelle Abtransport der rund 120 000 Kubikmeter ergebe bei einer Ladung von zehn Kubikmetern je Lastwagen circa 12 000 Fahrzeugbewegungen in einer Richtung ohne Rückfahrt. Der Weg über die Rufschranke oder/und durch die Bachstraße stünden als Abtransportmöglichkeiten zur Verfügung.

In der ausführlichen Diskussion stießen auch der hohe Aufwand zur Verbesserung der Feldbewirtschaftung auf Bedenken. "Wir haben zu prüfen, was als Antrag vorliegt. Die Gemeinde wägt die planungsrechtliche Situation ab und erteilt das Einvernehmen. Die Genehmigungsbehörde ist das Landratsamt", stellte Bürgermeister Hans Prechtl klar.

Rat dafür

Bei einer Gegenstimme einigte sich das Gremium auf folgenden Beschlussvorschlag: Dem Vorhaben wird das gemeindliche Einvernehmen erteilt. Sollte ein Zu- oder Abtransport des Abtragungsmaterials auf umliegenden Feld- und Waldwegen stattfinden, hat durch den Antragsteller eine Beweissicherung zu erfolgen. Nach Abschluss der Maßnahme sind sämtliche Flurschäden an den ausgebauten öffentlichen Feld- und Waldwegen auf Kosten des Antragsstellers zu beheben. Eine Sondervereinbarung ist abzuschließen.

Gemeinderat Franz Sorgenfrei gab die Anregung von Friedhofsbesuchern zur Anbringung einer Leuchte mit Bedarfsschaltung auf dem Mittelgang ans Gremium weiter. Der Haupteingang sei sehr breit, er führe direkt zur Leichenhalle und in der Regel fielen in der dunklen Zeit drei Aussegnungen an, führte Bürgermeister Hans Prechtl aus. "Man kann's übertreiben", merkte abschließend Dritter Bürgermeister Franz Jauernig an.

Deponie untersuchen

Nach der Rücksprache mit der GAB - der Gesellschaft für Altsanierung - wurde die Detailuntersuchung für die ehemalige Hausmülldeponie Brensdorf an das Büro Dr. Eberlein & Eckstein zum Preis von 6340 Euro vergeben, gab der Bürgermeister als Beschluss aus der letzten nicht öffentlichen Sitzung bekannt.
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