Schwierige Aufgabe für Wehr

Feuerwehrleute in Spezialanzügen bauten eine Wasserschutzwand gegen aufsteigende Dämpfe auf.
Lokales
Stulln
22.04.2015
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Störfallübung bei der Fluorchemie: Mit hoher Geschwindigkeit rutschte ein in Richtung Stulln fahrendes Auto auf Höhe des Werkstores in einen mit Gefahrgut gefüllten Eisenbahnkesselwagen. Durch den heftigen Aufprall wurden Personen eingeklemmt.

Kurz nach 16 Uhr alarmierte die Integrierte Leitstelle (ILS) Amberg die örtlichen Feuerwehren. Nach dem Eintreffen erkundeten die Feuerwehrleute den Schadensort und forderten aufgrund der schwierigen und gefährlichen Situation weitere Kräfte an.

Mit Vorsicht

Mit technischem Hilfsgerät befreiten die Einsatzkräfte die Verletzten aus dem Wageninnern. Der Rettungsdienst übernahm die Erstversorgung. Die Einsatzkräfte gingen beim Herausziehen des eingeklemmten Autos äußerst vorsichtig vor. Sie führten die notwendigen Tätigkeiten in spezieller Schutzkleidung aus und mussten feststellen, dass zwischenzeitlich Gefahrengut ausgetreten war. Die Schlauchleitungen lagen zum Einsatz bereit, um aufsteigende Dämpfe durch eine Wasserwand niederzuregnen. Die Schutzanzüge werden nach dem Einsatz in einem bereitgestellten Auffangbecken dekontaminiert.

Die Einsatzleitung lag in Händen von Kreisbrandinspektor Hans Gietl, assistiert von der Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung (UG-ÖEL) sowie vom zuständigen Kreisbrandmeister Helmut Schatz und dem örtlichen Kommandanten Alois Luber.

Zur Koordination

Im Gemeinschaftsraum der Fluorchemie Stulln richtete sich der Stab mit Vertretern aus den Fachbereichen des Landratsamtes, mit Erstem Polizeihauptkommissar Günther Vierl, Kreisbrandrat Robert Heinfling als Beobachter, Dr. Thomas Berger von der Fluorchemie und dem Technischen Hilfswerk ein, um weitere erforderliche Maßnahmen zu koordinieren. Thomas Holzwarth, Leiter des Sachgebiets Katastrophenschutz am Landratsamt, bedankte sich bei allen Unterstützern sowie bei den Einsatzkräften der Feuerwehren aus Stulln, Nabburg, Schwarzenfeld, Schmidgaden, Wölsendorf, Trisching, Pretzabruck und den Rettungsdiensten mit 100 ehrenamtlichen Kräften vor Ort. Die groß angelegte Übung lief reibungslos ab, lautete das Resümee. Eindrucksvoll demonstrierten die Feuerwehren ihr Können.
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