Truppe, auf die Verlass ist

Lokales
Stulln
08.01.2015
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Kreisbrandrat Robert Heinfling hatte ein Riesenkompliment im Gepäck. "Die Feuerwehr Stulln ist einhundertprozentig in Ordnung und bei Einsätzen ist 1000-prozentiger Verlass auf sie", unterstrich der Repräsentant der Landkreisfeuerwehrspitze in seinem Redebeitrag bei der Hauptversammlung.

Vorsitzender Stefan Attenberger erinnerte im Bodensteinersaal unter anderem an das Starkbierfest, das erneut ein voller Erfolg gewesen sei, sowie an das Schlachtschüsselessen der Aktiven; es erfreute sich ebenfalls eines starken Zuspruchs. Geburtstagsjubilare werden nur noch auf Einladung besucht. Diese Regelung gilt ab 2015.

Durch einen Austritt und einen Todesfall zählt die örtliche Feuerwehr 404 Mitglieder mit folgender Zusammensetzung: Aktive (60), Jugendgruppe (20), Passive (82), Fördernde (225) und Beitragsfreie (17). Der Vorsitzende verwies für das Jahr 2015 auf das Starkbierfest (20. März) und zwei 150-jährige Gründungsfeste: FFW Oberviechtach (10. bis 13. Juli) und Nabburg (31. Juli bis 3. August).

Neues Löschfahrzeug

Detailliert und chronologisch blickte Schriftführer Michael Schmid auf ein abwechslungsreiches Vereinsjahr mit leistungsbezogenen und geselligen Aktivitäten zurück. Die Anschaffung des neuen Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuges 20 (HLF 20) nahm in der Endphase einen breiten Raum ein. Auch der Besuch örtlicher und regionaler Feste stand im Programm.

Ausführlich bilanzierte Schatzmeister Hans-Peter Schmid Einnahmen sowie Ausgaben und gab einen positiven Kassenstand bekannt. Für den Ankauf des HLF 20 steuert der Verein 10 000 Euro bei. Die Finanzen werden vorbildlich und gewissenhaft geführt, testierte Revisor Bürgermeister Hans Prechtl und sein Antrag zur Entlastung des Kassiers und der Vorstandschaft fand ein einhelliges Votum.

Das Jahr 2014 brachte mit Einsatzberichten und Datenbank online und Digitalfunk sowie der Planung und Bestellung des HLF 20 mit der Firma Kubus viele Änderungen, erklärte eingangs 1. Kommandant Alois Luber. Laut seiner weiteren Ausführungen schlüsseln sich die 29 Einsätze in neun technische Hilfeleistungen, sieben Brandeinsätze, in drei Sicherheitswachen, drei sonstigen Tätigkeiten, zwei Alarmübungen und fünf Fehlalarmierungen auf.

Die Wehr absolvierte im Berichtszeitraum 1520 Stunden: Einsatz 424, für 18 Übungen 590 und für die Ausbildung 506.

Ein dickes Lob erging an die Jugendfeuerwehr mit ihren Jugendbetreuern Peter Wilhelm, Robert Hellenbrecht und Martin Schneeberger. Die Prüfungen für die deutsche und die bayerische Jugendspange sowie für die Jugendflamme 1, 2, 3 und den Wissenstest wurden abgelegt. "Alles gut gemacht", lautete das Resümee des Kommandanten. Sein Dank galt der Gemeinde für die Anschaffungen in Höhe von 5000 Euro und dem Verein für den Ankauf der Wärmebildkamera mit ebenfalls 5000 Euro.

Der Erwerb des HLF 20 sei mit der Vergabesumme von 386 000 Euro im Haushaltsplan abgesichert, versicherte Bürgermeister Hans Prechtl in seinem Grußwort. Die Förderung des Freistaates Bayern liege bei 104 000 Euro. "Die Feuerwehr ist gut ausgerüstet und gut aufgestellt." Er dankte Kommandanten Alois Luber - "er ist eine wertvolle Führungskraft in Stulln" - und dessen Stellvertreter Edelbert Schmal für ihre hervorragende Arbeit, sowie der Landkreisfeuerwehrspitze für die gute Kooperation.

Die Leitstelle ging in Betrieb, merkte KBR Robert Heinfling an. "Trotz kleinerer Holperer bin ich im Großen und Ganzen damit zufrieden", so der Grußredner. Mit dem Einsatz des HLF 20 werde die Schlagkraft der Stullner Wehr noch wesentlich verbessert.

40 Jahre aktiv dabei

Vor der staatlichen Ehrung stellte KBR Robert Heinfling Hans Harrer und Josef Wilhelm für ihren 40-jährigen aktiven Dienst als großartige Vorbilder heraus. Als Anerkennung gewähre der Freistaat Bayern einen kostenfreien Aufenthalt im Feuerwehrerholungsheim Bayerisch Gmain. Bürgermeister Hans Prechtl sicherte zu, die Empfehlung des Freistaates aufzugreifen, die Kosten für die Ehegattin durch die Gemeinde zu übernehmen.
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