Wahl scheitert

Lokales
Stulln
23.10.2014
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Zurzeit wird der Krankenpflegeverein Stulln kommissarisch geführt. Vorsitzender Franz Sorgenfrei stellte sich in der Jahreshauptversammlung nicht mehr zur Wahl. Für diese Funktion konnte aber kein Kandidat gefunden werden.

Sorgenfrei erläuterte, dass in seinem vierjährigen Berichtszeitraum 24 Mitglieder verstorben und 13 ausgetreten seien. Aktuell sind 160 Personen registriert und davon werden vier in Pflegeheimen betreut. "Der Krankenpflegeverein ist ein reiner Förderverein und die Beiträge werden zu 100 Prozent an die Sozialstation Nabburg weitergeleitet", führte der Sprecher aus. Auch die Pfarrei überweist jährlich für jeden Gläubigen einen Euro als Obolus an dieselbe Einrichtung.

Nach dem Verlesen der Niederschrift vom September 2010 durch Schriftführerin Katharina Bierler bilanzierte Schatzmeisterin Sieglinde Schottenheim ab diesem Zeitpunkt für jedes Kalenderjahr die Einnahmen sowie Ausgaben und konnte einen positiven Kassenstand bekanntgeben. Die Revisorinnen Anni Barth und Anni Eules bestätigten für alle Berichte eine sehr ordentliche und übersichtliche Finanzabwicklung. Ihr Antrag auf Entlastung der Vorstandschaft erhielt die eindeutige Zustimmung.

Werner Chwatal vom Betreuungsverein des Landkreises Schwandorf führte die Neuwahl durch. Sein Dank galt Franz Sorgenfrei für die 20-jährige Vereinsführung und er wies darauf hin, dass der Vorsitzende für eine weitere Kandidatur nicht mehr zur Verfügung stehe. Da sich kein Mitglied für die diese Position bereit erklärte, wird die Wahl des Vorsitzenden zurückgestellt. Die Versammlung bestätigte Pater Georg als stellvertretenden Vorsitzenden, Katharina Bierler als Schriftführerin und Sieglinde Schottenheim als Kassiererin. Auch die beiden Kassenprüferinnen Anni Barth und Anni Eules stellten sich nicht mehr zu Wahl.

2015 neue Versammlung

Franz Sorgenfrei ist nun kommissarisch als Vorsitzender tätig und der Verein ist nach außen vertretungsfähig, erklärte der Wahlausschussvorsitzende. Im Frühjahr 2015 wird erneut zu einer Versammlung einberufen.

Der ehrenamtlich tätige Dipl.- Rechtspfleger Werner Chwatal thematisierte in seinem detaillierten Vortrag den Komplex "Betreuungsrecht, Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung". Erwachsene Menschen, die von einer psychischen Erkrankung oder einer körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung betroffen sind und ihre Angelegenheiten ganz oder nur zum Teil nicht bestimmen können, benötigen eine Betreuung.

Nicht entmündigt

Das Betreuungsrecht regelt die Bestellung des Betreuers und den Umfang seiner Aufgaben und Pflichten. Mit der gesetzlichen Betreuung ist der Betreute aber nicht entmündigt. Beim Vorhandensein einer Vorsorgevollmacht entfällt das gerichtliche Verfahren. Aber wichtig ist die Bestimmung einer vertrauenswürdigen Person. "Machen Sie eine Vorsorgevollmacht", legte der Rechtspfleger den Zuhörern ans Herz.

"Ich kann nicht mehr selbst entscheiden, dann darf jemand für mich entscheiden". Bei Eintreten dieser Situation, so der Referent, regelt die Patientenverfügung das spätere ärztliche Eingreifen. Der Betroffene wahrt sein Selbstbestimmungsrecht, wenn er zum Zeitpunkt der Behandlung nicht mehr ansprechbar und nicht mehr einwilligungsfähig ist.
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