Zuschuss für Führerschein

Hans Prechtl. Bild: ohr
Lokales
Stulln
12.05.2015
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Die Gemeinde will gewährleisten, dass auch in Zukunft eine ausreichende Anzahl Freiwilliger mit der erforderlichen Fahrerlaubnis über 7,5 Tonnen zum Chauffieren des Feuerwehrautos zur Verfügung stehen. Der Gemeinderat fasste deshalb einen vorausschauenden Beschluss.

Laut Mitteilung des Kommandanten Alois Luber verfüge die Freiwillige Feuerwehr Stulln derzeit über 18 Aktive mit der erforderlichen Fahrerlaubnis. Davon rücken sechs Besitzer bei Einsätzen nicht mehr aus, berichtete Bürgermeister Hans Prechtl. Engpässe könnten auftreten. "Die Einsatzbereitschaft ist gesichert, und die Wehr ist gut aufgestellt. Der Blick ist in die Zukunft gerichtet", merkte Prechtl an. Das neue Fahrzeug für die Gemeinde ist als 15-Tonner einzuordnen und setze zum Lenken die Fahrerlaubnis bis 18 Tonnen voraus. Die Kosten zum Erwerb liegen bei rund 2100 Euro, ergänzte der Kommandant.

Pauschal 800 Euro

In der Aussprache standen einige Denkmodelle zur Diskussion. Schließlich fand der Vorschlag von Bürgermeister Hans Prechtl, pauschal 800 Euro - dies entspricht circa 40 Prozent - seitens der Gemeinde beizusteuern, ein klares Votum. Der Feuerwehrdienstleistende muss bei einem Ausscheiden vor Ablauf von fünf Jahren den vollen Betrag, von sechs Jahren 80, sieben Jahren 60, acht Jahren 40 und von neun Jahren 20 Prozent des Zuschusses zurückzahlen. "Ich freue mich, wenn die Gemeinde 4000 Euro in die Hand nehmen kann, dann hätten wir fünf neue Bewerber", resümierte der Bürgermeister.

Der Gemeinderat erteilte zwei Bauvorhaben das gemeindliche Einvernehmen: Die Eheleute Dr. Oliver Kaltenecker und Ilona Kaltenecker-Matzke bauen an der Ecke Haselberg-/Eichenstraße ein Einfamilienwohnhaus mit Doppelgarage und Carport. Die Firma Nabu-Oberflächentechnik richtet ein Technikum im Basisgeschoss des Verwaltungsgebäudes ein.

Besondere Sitzung

Für Bürgermeister Hans Prechtl war die Sitzung eine besondere: Seit genau 25 Jahren ist er Mitglied im Gemeinderat. Im Jahr 1990 erhielt der damals 28-Jährige als jüngstes Mitglied Sitz und Stimme im Gremium. Sechs Jahre später wurde ihm das Amt des Bürgermeister-Stellvertreters übertragen. Hans Prechtl lenkt seit 2002 die Geschicke der Gemeinde als Bürgermeister. Heute ist er das dienstälteste Mitglied des Gemeinderats. Aus Anlass seiner 25-jährigen Zugehörigkeit zum Gremium lud er alle Ratskollegen nach der Sitzung zu einer Brotzeit ins Sportheim ein.
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