Zwei Bauanträge der Pharma Stulln - Bauhöfe der Verwaltungsgemeinschaft kooperieren bei ...
Mehr Platz für die Produktion

Lokales
Stulln
08.06.2015
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Dem Gemeinderat lagen in seiner Sitzung zwei Bauanträge der Pharma Stulln zur Erteilung des gemeindlichen Einvernehmens vor. Das Unternehmen braucht mehr Platz.

Eine Lagerhalle im südwestlichen Gebäudetrakt des Betriebsgebäudes soll künftig als Produktionshalle genutzt werden. Ferner ist beabsichtigt, im Zuge der Umnutzung der bisherigen Lagerhalle zwei Zelte als Ersatz-Lagerraum zu errichten. Die beiden Vorhaben entsprechen den Darstellungen des Flächennutzungsplanes, öffentliche Belange werden nicht beeinträchtigt. Die Unterschriften benachbarter Grundstückseigentümer sind auf beiden Planunterlagen vorhanden. Der Gemeinderat hatte keine Einwände.

In einem Gespräch mit den Amtskollegen der Verwaltungsgemeinschaft und den Bauhofleitern plädierten die Teilnehmer für das gemeinsame Nutzen von Geräten und Maschinen, berichtete Bürgermeister Hans Prechtl. Das Gremium steht dieser Entwicklung positiv gegenüber und ist überzeugt, dass einfache, praktikable Lösungen in der Kooperation zu Kosteneinsparungen führen. Notwendige Kleingeräte wie Stapler, Rüttler werden von der Kommune selbst beschafft.

Große Geräte, wie eine Tandemvibrationswalze mit Hänger tragen die Mitgliedsgemeinden nach folgendem Schlüssel: Der Markt Schwarzenfeld übernimmt die Hälfte der Anschaffungskosten. Die Gemeinden Schwarzach und Stulln tragen jeweils ein Viertel. Anfallende Betriebs- und Unterhaltsaufwendungen werden im gleichen Verhältnis aufgeteilt.

Unter dem Punkt "Verschiedenes" gab der Bürgermeister ein von 20 Anwohnern in Brensdorf unterzeichnetes Schreiben bekannt. Darin wird die Gemeinde gebeten, bereits im Vorstadium der Planung gegenüber den politischen Entscheidungsträgern darauf hinzuwirken, dass im Zuge der Elektrifizierung der Bahnstrecke von Regensburg nach Hof auch für die Brensdorfer Anwohner eine Lärmvorsorge erreicht werde.

Prechtl wies darauf hin, dass er an der im Brief angesprochenen Kreisverbandsversammlung des Bayerischen Gemeindetages mit diesem zentralen Thema in Pfreimd Mitte April teilgenommen habe. Die 26 betroffenen Kommunen - darunter auch die Gemeinde Stulln - setzen alles daran, dass der Ausbau der Bestandsstrecke als "wesentliche Änderung" anerkannt werde. Diese Einstufung hat zur Folge, dass der Lärmschutz berücksichtigt werde.

Die Bundestagsabgeordneten Karl Holmeier (CSU) und Marianne Schieder (SPD) nehmen hier eine übereinstimmende Haltung ein und sind zuversichtlich, dass ein ausreichendes Lärmschutzkonzept kommen werde. Die Brensdorfer Bürger können versichert sein, so Prechtl, dass ihre berechtigten Anliegen genauso gewürdigt werden wie die der weiteren Angrenzer. Punktuelle Unterschiede und Ungleichbehandlungen dürde und werde es nicht geben.
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