Gemeinderat beschäftigt sich mit der Kindergartensituation
Engpass, aber nur für kurze Zeit

Für das Kindergartenjahr 2016/17 wird keine Nachmittagsgruppe eingeführt, so der Beschluss des Gemeinderates. Bild: ohr
Politik
Stulln
05.04.2016
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Für das Kindergartenjahr 2016/17 sind viele Neuanmeldungen eingegangen. Im September bekommen auch alle Kinder einen Platz. Engpässe können jedoch für jene Buben und Mädchen entstehen, die im Laufe des Jahres drei Jahre alt werden.

Bis Januar 2017 können alle Kinder berücksichtigt werden. Anders das Bild ab Februar 2017: Eine zusätzliche Belegung ist nur möglich, wenn das Kreisjugendamt eine Ausnahmegenehmigung für mehr als 75 Kinder erteilt, unterrichtete Bürgermeister Hans Prechtl den Gemeinderat. Auf der Suche nach Alternativlösungen, so Prechtl, wurde die Wiedereröffnung einer Nachmittagsgruppe angedacht, die vor einigen Jahren wegen zu geringer Nachfrage aufgegeben werden musste.

In Absprache mit der Gemeinde startete der Kindergarten am 9. März 2016 eine Bedarfsnachfrage mit folgendem Ergebnis: Von 69 eingegangenen Rückmeldungen können sich 55 Eltern keine Nachmittagsbetreuung vorstellen. Acht Erziehungsberechtigte - darunter eine Familie mit zwei Kindern - könnten zustimmen. Fünf Eltern würden sich für eine Ganztagsbetreuung entscheiden. Für einige Mütter aus der Gemeinde Schwarzach ist eine Nachmittagsbetreuung nur bei Einsatz eines Busses denkbar.

Im Ausblick auf das im September 2017 beginnende, übernächste Kindergartenjahr ergibt sich folgende Situation. 30 Vorschulkinder aus dem Jahr 2016/17 werden in die Schule wechseln. Ab September 2017 stehen wieder genügend Plätze zur Verfügung. "Ab diesem Zeitpunkt ist der Engpass vorbei", merkte der Bürgermeister an. Alle Kinder können wieder in den drei Vormittagsgruppen untergebracht werden.

In der Aussprache bedankte sich Prechtl bei den Eltern für die hohe Rückmeldequote. Für neun Kinder bestehe eine unverbindliche Interessenbekundung zur Bildung einer Nachmittagsgruppe. Vier bis fünf Kinder sind betroffen - sie werden ab Februar 2017 bis Juli 2017 drei Jahre alt. Für diesen Zeitraum von fünf Monaten muss ein hoher Aufwand betrieben werden. Auch die personaltechnische Bewältigung ist schwierig, gab Zweiter Bürgermeister Thomas Rohrwild zu bedenken. "Das Problem sollte nicht unterschätzt und mit den Eltern rechtzeitig Kontakt aufgenommen werden,", wandte Alexander Schießl ein. "Auch auf die Wirtschaftlichkeit muss geachtet werden", erklärte Gemeinderat Josef Nachtmann. Aufgrund der Bedarfsabfrage wird für das Kindergartenjahr 2016/17 keine Nachmittagsgruppe eingeführt, so der einstimmige Beschluss.
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