Jahreshauptversammlung SPD: Rückblick, politische Schwerpunkte und Ehrungen
SPD setzt auf Josef Nachtmann

Kreisvorsitzende Evi Thanheiser (rechts) gratulierte den Vorstandsmitgliedern (von links) Peter Schottenheim, Alexander Schießl, Robert Sölch, Manfred Kunz, Josef Schießl, Josef Nachtmann und Ludwig Gerl zu ihrer Wahl.
Politik
Stulln
15.12.2014
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"Es scheint, dass Frauen keine Frauen wählen", resümierte SPD-Ortsvereinsvorsitzender Josef Nachtmann. Die Liste zur Kommunalwahl 2014 hatte einen Anteil von 44 Prozent an weiblichen Kandidaten. Dennoch verfehlte die SPD ihr Wahlziel.

In seinem Rückblick bei der Jahreshauptversammlung erinnerte Nachtmann, der bei der Zusammenkunft im Amt des Vorsitzenden bestätigt wurde (grüner Kasten), an örtliche Aktivitäten des Ortsvereins und an die Teilnahme regionaler Parteiveranstaltungen. Der Sprecher analysierte die Ergebnisse der vergangenen Wahlen, verglich sie mit den örtlichen SPD-Resultaten und bedauerte, dass die Wahlbeteiligung allgemein zurückgehe.

Bei der Gemeinderatswahl bekamen die Sozialdemokraten 3271 Stimmen - 614 weniger als vor sechs Jahren. Dieses Ergebnis (16,2 Prozent) reichte für zwei Sitze. Der angestrebte dritte SPD-Sitz im Gemeinderat wurde aber verfehlt. Aus persönlichen Gründen habe er für das Amt des Zweiten Bürgermeisters nicht mehr zur Verfügung gestanden, sagte Nachtmann weiter. Gemeinsam mit Alexander Schießl werde er aber im Gremium für das Wohl der Gemeinde mitwirken. Der Mitgliederstand liege aktuell konstant bei 22 Personen.

Politische Schwerpunkte

Der Vorsitzende sprach als politische Schwerpunkte in diesem Jahr Straßen- und Kanalsanierungen, die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED, die Neugestaltung des Außenbereichs des Kindergartens mit Spielgeräten, die Bauhoferweiterung als größte Maßnahme, die Schaffung von sechs Krippenplätzen und die Widmung der "Hanns-Bauer-Straße" zur öffentlichen Straße an. Der Redner verwies im Ausblick auf das Jahr 2015 auf den Ankauf des neuen HFL-20-Fahrzeuges für die Feuerwehr, den Ausbau des Brensdorfer Weges und die Verbesserung der Breitbandversorgung. Im Gemeinderat werde sachlich diskutiert, Bürgermeister Hans Prechtl bleibe seiner Linie der offenen Informationspolitik treu. In zwei Jahren kann der SPD-Ortsverein das 30-jährige Bestehen feiern, merkte Vorsitzender Josef Nachtmann an. Die Verjüngung der Organisation sei eine Herausforderung, um ihren Bestand nicht zu gefährden.

24 Jahre im Gemeinderat

Zum Abschluss dankte der Vorsitzende Hildegard Gerl für ihr langjähriges Wirken: 24 Jahre im Gemeinderat, Mitglied seit der Gründung des Ortsvereins im April 1986, ab 2002 zweite Vorsitzende und insgesamt 20 Jahre in der Vorstandschaft aktiv. "Ihre Leistungen sind ein ehrenamtliches Vorbild.", betonte Nachtmann und überreichte einen Blumenstrauß. Für 40-jährige Mitgliedschaft wurden außerdem Josef Schießl und Reinhard Trien geehrt. "Der Landkreis steht sehr gut da", betonte Kreisvorsitzende Evi Thanheiser in ihrem Grußwort. Er habe sich vom Problem- zum Vorzeige-Landkreis entwickelt.

Der neue Landrat mache gute Öffentlichkeitsarbeit, ernte aber die Früchte seiner Vorgänger, hob die Sprecherin hervor. Thomas Ebeling werde an seinen Versprechungen gemessen werden. Hier nannte sie die Ankündigung, die Verschuldung zurückzufahren. Die Jugendhilfe sei zwar eine Pflichtaufgabe, aber der Etat steige und könne "zum Fass ohne Boden" werden, konstatierte die Kreisvorsitzende.
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