Betrügern das Handwerk legen

Die drei Beamten der Weidener Polizei-Puppenbühne leisteten Präventionsarbeit vor dem Stullner Seniorenkreis. Bild: hfz
Vermischtes
Stulln
20.06.2016
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Polizeiliche Kriminalprävention leistet die Puppenbühne der Polizeiinspektion Weiden. Sie gastierte beim Seniorenkreis.

Ältere Menschen werden durch die tägliche Berichterstattung über Kriminalität in den Medien oder durch Gespräche im Bekanntenkreis stark verunsichert. Manche trauen sich deshalb nicht mehr aus ihrer Wohnung, verzichten auf soziale Kontakte und meiden die Öffentlichkeit. Um diese Ängste abzubauen, Gefahren zu erkennen und Risiken auszuschließen, lud der Vorsitzende des Seniorenkreises, Helmut Kramer, die Puppenbühne ein. Er konnte neben den drei Akteuren auch den stellvertretenden Leiter der Polizeiinspektion Nabburg, Hauptkommissar Stefan Weinberger, begrüßen. "Wir wollen euch auf spielerische Weise die Tricks der Betrüger zeigen und Möglichkeiten für das richtige Verhalten nahebringen", betonte Oberkommissar Helmut Fritsch zu Beginn des Puppenspiels. Mit seiner Gitarre stimmte Hauptkommissar Georg Hüttner das im Text ein wenig abgewandelte Lied "Mit 66 Jahren" an. Im anschließenden Puppenspiel erfuhr Erna, eine ältere Dame, die ganze Bandbreite der fiesen Tricks von Betrügern. Durch einen Telefonanruf erfuhr sie von einem Gewinn eines Preisausschreibens. Bei der Übergabe am nächsten Tag wurden 50 Euro Bearbeitungsgebühr für das angeblich "über tausend Euro teure silberne Besteck" fällig. Die Frau aus dem Betrügerpaar entwendete bei einem Toilettenbesuch zusätzlich die im Schlafzimmer versteckte größere Geldsumme der Erna. Von ihrer Nachbarin erfuhr die dann, dass das Besteck 9,90 Euro bei Aldi kostet.

Die Machenschaften der Betrüger bei Kaffeefahrten zeigte Helmut Fritsch am Beispiel einer Verkaufsveranstaltung auf. Seine total überteuerten Pillen brachte er durch seine rhetorische Glanzleistung gut unter die Leute. Beim Enkeltrick wusste Polizeihauptmeister Thomas Nörl, dass er allein in Bayern immer noch etwa 800-mal jährlich funktioniert. In einem Stegreifspiel zeigten die Beamten, wie schnell ihnen bei Haustürgeschäften durch Spendensammler oder Bettler der Inhalt ihrer Brieftasche entwendet werden kann. Zum Schluss der sehr anschaulichen aber auch humorvollen Vorstellung gingen die drei Polizeibeamten noch auf die Diebstahlsicherung für Wohngebäude ein. Neben einer guten Nachbarschaftshilfe verwiesen sie dabei auch auf die kostenlose Beratung der Kriminalpolizei vor Ort.
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