Bischöflich Geistlicher Rat Andreas Ullrich prägte die Pfarrei - Abschied von einem beliebten ...
Abschied von einem Seelsorger

Das Requiem in der St.Barbara-Kirche zelebrierten Heinrich Rosner und Joseph Kokkoth (am Altar). Bilder: ohr (2)
Vermischtes
Stulln
14.10.2016
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Ein Foto erinnerte in der Kirche an den verstorbenen BGR Andreas Ullrich.

Bischöflich Geistlicher Rat Andreas Ullrich verstarb am 3. Oktober in seiner letzten Pfarrei in Steinberg am See. "Der Gott, dessen Wirken er bezeugt hat, hat ihn überraschend für uns alle als sein Schöpfer und Erlöser heimgeholt", sagte Pfarrer Heinrich Rosner.

Mit dieser Aussage sprach der Pfarrer beim Gedenkgottesdienst in der St.Barbara-Kirche in Konzelebration mit Pfarrvikar Joseph Kokkoth den Gläubigen aus der Seele. Nach dem Einzug in die Kirche zu Orgelklang positionierten sich der Bergknappen- und der Schützenverein, die Freiwillige Feuerwehr sowie der Katholische Frauenbund und die Landjugend mit ihren Fahnen vor den beiden Seitenaltären.

Der Gottesdienst, so der Geistliche in seiner einleitenden Begrüßung - unter den Besuchern war auch Bürgermeister Hans Prechtl - setze ein Zeichen der Erinnerung an das langjährige, seelsorgerische Wirken des Verstorbenen in der Pfarrei Stulln. Pfarrer Ullrich sah es als seine Aufgabe, in seiner Gemeinde voranzugehen, ein gewissenhafter Verwalter des ihm anvertrauten Pfarramtes und ein treuer Vorbeter zu sein, führte Rosner in seinen weiteren Worten aus. In seiner Seelsorge ging Ullrich eher leise und vorsichtig tastend vor. Sein Blick ging auch über die Pfarrei hinaus. Als Seelsorger berufen, war es ihm ein Anliegen, seinen Verdienst mit Menschen auf der Schattenseite des Lebens zu teilen. Er vergaß auch nicht die Einwohner in der sogenannten Dritten Welt. Ende September dankte Pfarrer Ullrich noch für das zehnjährige Wirken-Dürfen in der Pfarrei Steinberg am See. Er verkündete in der Eucharistie das Wort Gottes und dankte mit seiner Gemeinde für das Leben. Kein Außenstehender ahnte, dass er so nahe an der Schwelle des Todes stand. Nach dem Segen dankte Pfarrer Heinrich Rosner, ein langjähriger Weggefährte des Verstorbenen, Vereinsabordnungen und den Kirchbesuchern für die Teilnahme sowie dem Kirchenchor unter der Leitung von Heinz Prokisch für die Mitgestaltung der Totenmesse.

22 Jahre in Stulln


Pfarrgemeinderatssprecher Erwin Wittmann würdigte bereits bei den Trauerfeierlichkeiten in der Pfarrkirche Oberhaid, der Heimatgemeinde des Verstorbenen, das priesterliche Wirken des Bischöflich Geistlichen Rats in der Pfarrei Stulln von 1984 bis 2006. In der 52-jährigen Geschichte als eigenständige Pfarrei hatte Stulln fünf Pfarrherren. Mit Abstand war Pfarrer Ullrich am längsten im Dienst und prägte die 1200-Seelen-Pfarrei in diesen 22 Jahren entscheidend und nachhaltig. Der junge Pfarrer entwickelte die Laienarbeit in seiner Pfarrei auf vielfältige Weise, erfreute sich bald durch seine ehrliche, überzeugende und gradlinige Art sowie durch seinen Humor großer Anerkennung und Beliebtheit. Eine Vielzahl von Mitchristen unterstützte ihn in den kirchlichen Gremien und ehrenamtlichen Diensten.

Die Seelsorge und die Verkündigung des Wort Gottes waren ihm die beiden wichtigsten Aufgaben und Anliegen. "Pfarrer Ullrich brachte uns den katholischen Glauben näher und war immer für uns da, wenn wir ihn brauchten", betonte Wittmann. Auch die Pflege und der Erhalt der kirchlichen Gebäude und Einrichtungen lagen Pfarrer Ullrich sehr am Herzen. Dank seiner Initiative wurde die St.Barbara-Kirche innen und außen generalsaniert und der Kirchplatz gepflastert sowie Sanierungsarbeiten am Pfarrhof und an der Stephanuskirche rechtzeitig angestoßen und durchgeführt.

Auch in den letzten zehn Jahren hielt BGR Andreas Ullrich den Kontakt zur Pfarrei Stulln durch Teilnahme an Vereins- und Pfarrjubiläen aufrecht und nahm Einladungen gerne an. "Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren und ihm im Gebet auch verbunden sein", bekundete abschließend Pfarrgemeinderatssprecher Erwin Wittmann.
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