Feier des KLJB Stulln zum 50-jährigen Bestehen
Vom Regen schützen, unterstützen

Auf den Knien in frommer Haltung mussten der Festausschuss der KLJB Stulln mit Vorsitzendem David Raab (Fünfter von links) sowie Bürgermeister Hans Prechtl und Schirmherr Pfarrvikar Joseph Kokkoth (von rechts) die Landjugend Brudersdorf um die Annahme der Patenschaft zum 50-jährigen Jubiläum bitten. Bild: ohr
Vermischtes
Stulln
23.04.2016
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Die KLJB Stulln feiert vom 3. bis 5. Juni 2016 das 50-jährige Bestehen. Das Patenbitten an die Landjugend Brudersdorf stand unter einem guten Stern. Der Schirmherr sorgte fürs passende Wetter, und der Bittsteller meisterte die gestellten Aufgaben sehr souverän.

/Brudersdorf. Zu den Klängen der Drei-Mann-Instrumentalgruppe "Die Allerscheynst'n" marschierten die Mitglieder der Landjugend auf den Vorplatz der Mehrzweckhalle in Stulln und stellten sich gegenüber auf. "Zelt, a Musik, a Bier, des homa scho. Was uns noch fehlt, was könnt des sein? Ganz klar, der Patenverein!" Mit diesen Versen leitete KLJB-Vorsitzender David Raab sein Ansinnen ein. "Wir werden euch im Stich nicht lassen, wir würden ja zusammenpassen. Doch der alte Brauch sei ungebrochen: Zum Patenbitten wird herangekrochen. So kniet euch hin, seid nicht so eitel, auf dieses harte, hölzerne Scheitel", forderten die beiden Vorstände Franziska Kleierl und Simon Giehrl.

Mitglieder der KLJB Brudersdorf legten die Holzscheite mit der Rundung nach unten auf den Asphalt. Vorsichtig knieten sich der Festausschuss sowie Schirmherr Pfarrvikar Joseph Kokkoth und Bürgermeister Hans Prechtl auf die leicht abgeflachte Oberkante - und ihr Verharren in dieser frommen Haltung war an eine bestimmte Aufgabe gebunden. Zwei überdimensionale, fast bis zum Rand gefüllte Weizenbiergläser mussten die weiteren Mitglieder der KLJB Stulln bis zum letzten Tropfen austrinken. Nach ungefähr fünf Minuten waren die "Leidenden" erlöst und konnten sich erheben.

Aber noch eine weitere Aufgabe war zu bewältigen: Zehn Mitglieder der Vorstandschaft mussten ein verpacktes Hauszelt in rund 15 Meter Entfernung in möglichst kurzer Zeit aufbauen, zur Gruppe zurücklaufen, sich ein Holzscheit ergattern, geschickt viermal um die Achse drehen, sich alle ins kleine Zelt drängen und gemeinsam ein Lied singen.

Alle Prüfungen waren bestanden. Die Vorsitzenden reichten sich symbolisch die Hände und die Patenschaft war hiermit anerkannt. "Gerne bin ich bei euch und lerne neue Sitten und Bräuche kennen", versicherte Schirmherr Pfarrvikar Joseph Kokkoth. "Meine Aufgabe ist, euch vor Regen zu schützen und euch zu unterstützen." Der Geistliche überreichte ein Geldgeschenk, bedankte sich für die Übertragung der Schirmherrschaft und wünschte Gottes Segen fürs Gelingen. Ein Fass Bier stand bereit. Der Schirmherr trieb mit kräftigen Schlägen den Bierhahn ins Spundloch und "ozapft" war.

"Pfarrvikar Joseph Kokkoth bestand als Schirmherr bereits zwei wichtige Aufgaben: Er zapfte gekonnt an und sorgte für schönes Wetter", freute sich Bürgermeister Hans Prechtl. Bei Speis und Trank mit Musik in der Fahrzeughalle der Feuerwehr klang der Auftakt zum 50- jährigen Jubiläum aus.
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