Gemeinsame Feier von Pfarrei und Gemeinde
Aufgaben des Volkstrauertages

"Das Gedenken an die Toten von damals und den Einsatz für den Frieden von heute", stellte Bürgermeister Hans Prechtl als Aufgaben des Volkstrauertages heraus. Bild: ohr
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Stulln
16.11.2016
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In einer würdigen Feier gedachten Pfarrei und Gemeinde Stulln am Volkstrauertag vor dem Ehrenmal im Beisein der Fahnen tragenden Vereine Frauenbund und KLJB sowie des Bergknappenvereins Stulln/Schwarzenfeld, der Feuerwehr, der Krieger- und Soldatenkameradschaft und des Schützenvereins den Opfern beider Weltkriege.

An diesem stillen Tag gedenken die Menschen auch der Soldaten, die in den letzten 60 Jahren ihr Leben für die Freiheit einsetzten sowie der getöteten Mitarbeiter der Hilfsorganisationen in den Bürgerkriegs- und Krisengebieten. Pfarrer Heinrich Rosner mahnte die Regierenden, ihre Macht zum Vorteil der Menschen einzusetzen. Das Gedenken an die Toten von damals und den Einsatz für den Frieden von heute stellte Bürgermeister Hans Prechtl als die beiden zentralen Aufgaben des Volkstrauertages heraus. "Als Mahnung zur Versöhnung ist der heutige Gedenktag auch ein Tag für die Zukunft."

Die Gründung der Europäischen Union war eine direkte Antwort auf die verheerenden Kriege des 20. Jahrhunderts. Die Menschen in europäischen Ländern haben das Glück seit über 70 Jahren in Frieden und Freiheit zu leben. Diese sieben Jahrzehnte brachten gerade den Deutschen vorher nicht gekannten Wohlstand und ein Leben in Sicherheit.

Aktuell sind viele Bürgerinnen und Bürger mit Kritik an der Europäischen Union schnell zur Hand, hob der Bürgermeister in seinen weiteren Worten hervor. Aber Kriege zwischen den Mitgliedsstaaten gehören der Vergangenheit an. Zweifler an Europa, so Prechtl, sollten Soldatenfriedhöfe besuchen. Frieden und Freiheit seien nicht zum Nulltarif zu bekommen. Freiheit und Demokratie müssen erkämpft und bewahrt werden.

Der Ehrenvorsitzende der Krieger- und Soldatenkameradschaft Stulln, Ludwig Gerl, dankte den beiden Soldaten für die Ehrenwache und den Vereinen für ihre Teilnahme. Während die Schwarzenfelder Kapelle das Lied "Ich hatte einen Kameraden" intonierte, stellte der Sprecher ein Blumengebinde am Ehrenmal nieder und es wurden drei Salutschüsse abgefeuert.
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