Krippenspiel und Christmette in der St.-Barbara-Kirche am Heiligen Abend
Krippenspiel und Christmette

"Der Sohn Gottes stellt sich nicht über uns, sondern wird Mensch": Diese entscheidende Aussage gab Pfarrvikar Joseph Kokkoth den Gläubigen in der Christmette in der St.-Barbara-Kirche mit auf den Weg. Bild: ohr
Vermischtes
Stulln
28.12.2015
19
0

Zwei Kirchenmäuse erlebten das Krippenspiel "Kommt mit zum Kind im Stall" in der St.-Barbara-Kirche zunächst aus einem sicheren Versteck. Am Ende des Spiels verkündeten die beiden Zuhörerinnen eine Botschaft.

Nach dem Einzug aus der Sakristei gruppierten sich die Akteure auf den Stufen zum Altar und stimmten mit dem Lied "Was macht die Maus im Krippenstroh?" auf das Spiel ein. An Weihnachten mögen die Gläubigen Christus bewusst entgegengehen, betonte Pfarrer Heinrich Rosner in seiner Begrüßung im dicht besetzten Gotteshaus.

Ein Erzähler trug die Weihnachtsgeschichte vor, und die Spielgruppe gestaltete tragende Aussagen als Spielszenen: Trompeten und Trommelwirbel kündeten zwei Römer an. Sie gaben den Erlass des großen Kaisers Augustus in Rom bekannt: "Jeder muss in die Stadt gehen, in der er geboren ist, um sich dort für die große Volkszählung eintragen zu lassen." Maria und Josef machten sich auf den Weg und sind auf der mühevollen Suche nach einer Herberge. Engel verkündeten schließlich den Hirten als erste die Botschaft von der Geburt des Erlösers. Sie folgten dem Stern nach Bethlehem an die Krippe zur Verehrung des göttlichen Kindes.

"Es ist jedes Jahr das Gleiche. Mir kommen vor Aufregung immer die Tränen, wenn Maria und Josef eine Unterkunft suchen und der Stall ihre Rettung ist", meinte Mäuslein Mia am Ende des Spiels. "Ja, Gott sei Dank ging es gut aus," fügte ihr Schwesterchen Leonie hinzu. Gemeinsam erinnerten sie an die Botschaft des Eingangsliedes "Was macht die Maus im Krippenstroh?": Friede möge die Welt regieren.

Weihnachten ist das Fest des Friedens, der Liebe und der Familie. Diese Bezeichnungen klingen schön und sind bestimmt nicht falsch, merkte Pfarrvikar Joseph Kokkoth in der Predigt bei der Christmette an. "Aber treffen sie den Kern der Sache?", fragte der Priester. Gerade in Bethlehem, dem Ort der Geburt Jesu und der Verkündigung des Weihnachtsfriedens durch die Engel, fänden die Völker nicht zum Frieden. Die Menschen werden verfolgt, leiden unter Gewalt, Hass und Unversöhnlichkeit. An Weihnachten erhält die Familie vielerorts zwar Priorität, aber keime nicht auch Streit auf?

Die Sätze aus dem Johannesprolog "Das Wort ist Fleisch geworden" geben die Antwort auf das eigentliche Weihnachten. Der Sohn Gottes stellt sich nicht über uns, sondern wird Mensch - und er kann uns Menschen verstehen. Jesus aufnehmen und an ihn glauben, sei die Weihnachtsbotschaft. Die Menschen mit Gott zu versöhnen und ewig zu verbinden, sei der tiefste Sinn der Menschwerdung Christi. Der Geistliche gab den Gläubigen mit auf den Weg, die ausgestreckte Hand Gottes in Jesus beherzt zu ergreifen.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.