Pfarrvikar Joseph Kokkoth stellt den Stullnern seine Heimat Kerala vor
„Zeitlos“ und dann nach Indien

Die Instrumental- und Gesanggruppe "Zeitlos" (von links) mit Maria Klar, Anna Pröls, Lisa Fenchl, Christoph Ritz und Daniel Markgraf begleitete als Premiere für Pfarrvikar Joseph Kokkoth den Gottesdienst in der St.-Barbara-Kirche. Bild: ohr
Vermischtes
Stulln
19.04.2016
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Pfarrer Heinrich Rosner, Pfarrvikar Joseph Kokkoth und Gemeindereferent Markus Seefeld bilden das Seelsorgeteam der Pfarreiengemeinschaft Schwarzenfeld/Stulln. Ihr indischer geistlicher Mitbruder stellte in einem Vortrag im Pfarrheim seine Heimat Kerala vor.

Pfarrvikar Joseph Kokkoth zelebrierte in der St.-Barbara-Kirche in Stulln den Gottesdienst. Die Instrumental -und Gesanggruppe "Zeitlos" mit Lisa Fenchl, Maria Klar (Querflöte), Anna Pröls und Christoph Ritz unter der Leitung von Daniel Markgraf (Gitarre) begleitete die Vorabendmesse als Premiere für den indischen Priester mit neuem geistlichen Liedgut.

"Leben und Glauben in Indien/Kerala" betitelte Pfarrvikar Joseph Kokkoth seinen Vortrag. Das gesungene "Vater unser" in indischer Sprache stimmte die zahlreichen Besucher emotional auf den Abend ein. Aber auch sachliche Angaben gewährten einen Einblick in die Bevölkerung und Struktur des Landes: Die Hauptsprache ist "Malayalam"(das heißt "Berg"). Kerala bedeutet "Gottes eigenes Land", rund 34 Millionen Einwohner leben in dem Bundesstaat - davon Hindus (rund 53 Prozent), Muslime (27 ) und Christen (18).

Die Präsentation zeigte Landestypisches auf. Hochwasser stellt sich jährlich dreimal ein: Kinder und Erwachsene waten unbeschwert durch die überfluteten Straßen. An Sonntagen sind die geräumigen Kirchen bis zum letzten Platz besetzt. Bei der Beerdigungen wird der Sarg mit dem Verstorbenen offen zum Friedhof getragen. Größtenteils leben in einem Haus drei Generationen zusammen und jeden Abend wird gemeinsam gebetet. Ein Priester legt zu jedem Hausbau den Grundstein. Kirche und Schule sind verbunden: Sie kümmert sich um Bildung und Ausbildung. Die Kinder besuchen auch die Sonntagsschule. Die Priesterweihe ist ein Riesenfest - teilweise bis zu 2 000 Gäste.

Im Anschluss beantwortete Pfarrvikar Joseph Kokkoth offen und humorvoll vielfältige Fragen der Zuhörer. Pfarrgemeinderatssprecher Erwin Wittmann bedankte sich "für den sehr schönen Abend".
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