Pharma Stulln stellt sich bei der Bürgerversammlung vor
Mit Augentropfen zum Global Player

Bürgermeister Hans Prechtl (links) pflegt den Kontakt zu den heimischen Betrieben. Der Geschäftsführer der Pharma Stulln, Dr. Karl Luschmann, stellte sein Unternehmen vor.
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Stulln
09.05.2016
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Die Pharma Stulln an der Werksstraße 3 bietet 221 Arbeitsplätze und wächst weiter. Bilder: ohr (2)

Eine zündende Idee fasst Fuß. Seit 2013 gewährt die Bürgerversammlung der Gemeinde Stulln auf Anregung von Bürgermeister Hans Prechtl den heimischen Betrieben eine Plattform zur Präsentation. Nach Nabu/Oberflächentechnik, Agro Stulln/Netzschwefel, Fluorchemie/Flusssäure gab nun der Geschäftsführer der Pharma Stulln, Dr. Karl Luschmann, einen Einblick in seinem Betrieb.

"Augentropfen sind unsere Kernkompetenz", betonte der Repräsentant. In den letzten 20 Jahren konzentrierte sich der Fokus auf diesen Bereich. Die Firmenhistorie zeigte die mehr als 60- jährige Entwicklung auf: Die pharmazeutische Produktion startete 1953. Die Eingliederung in "Vereinigte Aluminium Werke" (VAW) erfolgte 1962 und die Umfirmierung in "Pharma Stulln GmbH" 1984. Die neue Produktionsanlage wurde 2002 bezogen, der Erweiterungsbau 2012 fertiggestellt, Produktion/Konfektionierung vergrößert.

221 Arbeitsplätze


Eine Grafik verdeutlicht den steilen Anstieg der Mitarbeiter ab 1993: Von 13 auf 80 Beschäftigte (2002) und aktuell 221 Arbeitsplätze - darunter 180 Vollzeitstellen. "Darauf bin ich ein bisschen stolz", fügte der Sprecher hinzu und "wir wachsen jedes Jahr." Das Unternehmen ist ein Global Player. 50 Prozent des Umsatzes wird im Ausland getätigt. An der Spitze steht China. Europa, Kanada und Australien sind weitere Abnehmer. Seit 2003 vervierfachte sich der Umsatz bis 2015 auf circa 28 Millionen Euro. Das Firmengelände umfasst 24 000 Quadratmeter. Die Produktion benötigt 2636 - davon für den sterilen Bereich 1116 und die Konfektionierung 1520 Quadratmeter. Pharma Stulln fertigt eigene Erzeugnisse. Die Produktübersicht zeigte die einzelnen Präparate und die Anwendungsgebiete - jeweils die Hälfte als Arzneimittel oder für die Medizin. Die vollautomatische Anlage ist das Herzstück der Firma. Sie läuft 24 Stunden an 7 Tagen. "Qualität und Management sind das A und O", versicherte der Geschäftsführer. Die Mitarbeiter haben eine langandauernde Perspektive. "Augenartikel aus Stulln sind hoch qualitativ und zeitgemäß", resümierte Dr. Karl Luschmann. Bürgermeister Hans Prechtl bedankte sich für den Einblick in die Betriebsstruktur sowie die Schaffung eines großen Kontingents an sicheren Arbeitsplätzen.

Im Anschluss hatten die Bürger das Wort: Der Kommandant der Feuerwehr Stulln, Alois Luber, bedankte sich bei Geschäftsführer Dr. Karl Luschmann für die Spende von 5 000 Euro zur Ausrüstung des neuen Fahrzeuges HLF 20.

Reduzierter Winterdienst?


Ein Bürger regte an, den Winterdienst bei Straßen mit "Zone 30" einzuschränken oder abzustellen sowie die Straßenbeleuchtung ab 24 Uhr teilweise oder ganz abzuschalten. Keine Straße werde vom Winterdienst ausgeschlossen, gab der Bürgermeister zu verstehen. Die Straßenbeleuchtung sei ein Service der Gemeinde und die Lampen würden auch künftig brennen. Ein Anwohner des Spatweges berichtet, dass sich Lastwagenfahrer in diese Straße verfahren und nur unter schwierigsten Umständen wenden könnten. Der Sprecher regte eine bessere Ausschilderung an. Prechtl wird diese Situation bei der kommenden Verkehrsschau mit den zuständigen Behörden ansprechen, um eine Optimierung der Ausschilderung zu erreichen.
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