Schießwarte bilden sich weiter

Herta Zeiler (links), die OSB-Vizepräsidentin, konnte 20 Schießleiter-Ausweise verlängern und zehn neue Schießwarte beglückwünschen. Waffenrecht schulte Alois Obermeier ( Fünfter von links, stehend). Bild: slh
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Stulln
26.11.2016
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Der Oberpfälzer Schützenbund lud den Schützengau Nabburg zur Schießwarte-Ausbildung und Fortbildung für Luftdruckwaffen ins Schützenheim zu den "Glück Auf"- Schützen nach Stulln ein. 17 Schießleiter und zehn Schießleiter-Anwärter nahmen das Angebot des OSB an und verbrachten einen lehrreichen Tag.

OSB-Vizepräsidentin Herta Zeiler bedankte sich bei den Stullner Schützen für das Schützenheim als Tagungsort und konnte am Vormittag Alois Obermeier, den pensionierten Referenten für Waffenrecht des OSB, sowie am Nachmittag Winfried Schmid den OSB-Lehrreferenten begrüßen. Die Teilnehmer aus den Schützengau Nabburg kamen aus den Gauvereinen Weihern-Stein, Schmidgaden, Holzhammer, Kemnath a.B., Nabburg, Frotzersricht, Wernberg-Köblitz, Altfalter und vom Gastgeber Stulln. Alle ehrenamtlichen Funktionäre und Schützen im Schießsport wurden geschult und bestanden erfolgreich die schriftliche Prüfung.

Der Gesetzgeber schreibt jedem Schießstandbetreiber vor, eine oder mehrere verantwortliche Aufsichtspersonen für das Schießen zu bestellen. Das eingesetzte Fachpersonal wird als Aufsicht oder bei der Schießleitung auf den Schießständen benötigt. Die Aufsichtsperson muss die erforderliche Sachkunde besitzen und mindestens 18 Jahre alt sein. Die Ausbildungsgebiete umfassten das Waffenrecht und die Sportordnung des Deutschen Schützenbundes. Ab zwölf Jahren können Kinder am Schießbetrieb eines Vereines mit Luftdruckwaffen teilnehmen. Das Mindestalter für das Schießen mit Großkaliberwaffen wurde im Waffengesetz auf 18 Jahre angehoben.

Waffenrecht wichtig


Ausführlich ging Obermeier auf verschiedene Begriffe im Umgang mit Waffen und Munition ein. Dabei erklärte er besonders den Unterschied der waffenrechtlichen Begriffe Erwerb, Besitz, Überlassen, Führen, Verbringen, Schießen und Mitnahme von Waffen. Schusswaffen sind Gegenstände, die zum Angriff oder zur Verteidigung, zur Signalgebung, zur Jagd, zur Distanzinjektion, zur Markierung, zum Sport oder zum Spiel bestimmt sind und bei denen Geschosse durch einen Lauf getrieben werden, so Obermeier.

Weitere Themen waren die Handhabung der Sportgeräte sowie die Aufbewahrung von Waffen und Munition. In die Benutzung von Schießstätten, das Schießen außerhalb von Schießstätten und in das Notwehr- und Notstandsgesetz wurde eingewiesen. Alois Obermeier beantwortete viele Fragen und informierte über die rechtlichen Bestimmungen des Waffengesetzes. Ausführlich ging er auf die zehn Grundregeln für den Umgang mit Waffen und Munition sowie auf die vom Schießsport ausgeschlossenen Schusswaffen ein.

Im zweiten Teil der Schießwartausbildung erläuterte Winfried Schmid den Aufbau, die Handhabung und die umfangreiche Regelkunde der neuen Sportordnung. Bestandteil seiner Ausführungen waren die vielfältigen Aufgaben einer Standaufsicht und des Schießleiters. Während der Ausbildung konnte Winfried Schmid viele Fragen beantworteten und Negativbeispiele nennen. Nach der schriftlichen Prüfung wurden 17 Schießwartausweise verlängert und 10 neue ausgestellt. Herta Zeiler bedankte sich bei beiden Referenten für die Schießleiter-Schulung, aber auch bei allen Teilnehmern, den alten und nun auch neuen Schießleitern, denn nur so sei der Fortbestand des Schießsports und besonders der Nachwuchsschützen gesichert: "Denn jeder Verein ist auf die Schießleiter angewiesen, ohne sie läuft gar kein Schießbetrieb."
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