Stullner Kirwa
Derblecken und viel Musik

Nach dem 50-minütigen "Derblecken" hatten sich die drei Gstanzl-Sänger Anna Pröls (Teufelsgeige), Markus Kiener (Waschbrett) und Daniel Markgraf (Quetschen; von links) einen kühlen Trunk redlich verdient.
Vermischtes
Stulln
01.09.2016
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Der Discofox der 16 Kirwapaare nach dem Song "Hamm kummst" überzeugte durch seine harmonische Abstimmung und Leichtigkeit. Bilder: ohr (2)

Der Sonntagnachmittag mit seinem bayerischem Flair krönte die dreitägige Stullner Kirwa. Mit Darbietungen glänzten die Kirwamoidln und Kirwaburschn. In treffenden Versen nahmen die Gstanzl-Sänger das Dorfleben aufs Korn.

Trotz drückender Schwüle füllten sich ab 14 Uhr allmählich die Bankreihen im Festzelt. Präsidentin der Faschingsgesellschaft, Marion Raab, freute sich über den guten Zuspruch. Ihr besonderer Gruß galt Bürgermeister Hans Prechtl und Stellvertreter Thomas Rohrwild mit ihren Gattinnen Irmgard und Nicole, Gemeinderäten sowie Ehrenmitgliedern.

16 Kirwapaare treten auf


Das Trio "Mir Kiener Baierisch" begleitete mit ihrer zünftigen Musik die gesamte Veranstaltung. und sorgte für beste Unterhaltung. Als Moderator stellte "Vize" Andreas Pusch während des Einzugs die sechzehn Kirwapaare vor. Anschließend präsentierten die Akteure in ihrer "Ledernen" und Akteurinnen in ihren feschen Dirndl den Discofox nach dem Song "Hamm kummst" und ernteten für die gekonnte Darbietung riesigen Applaus. Auch ihre weiteren Auftritte - Boarische, Schuhplattler, der Bandltanz und ein Showtanz mit akrobatischen Einlagen - überzeugten durch ihre harmonische Abstimmung und Leichtigkeit. Die Zugaberufe fanden ebenfalls Gehör.

Ein weiterer Höhepunkt kündigte sich an. Im neuen Outfit mit Maskottchen "Frieda" und einem Zungen brechenden Namen zogen mit ihren Instrumenten Anna Pröls (Teufelsgeige), Markus Kiener (Waschbrett) und Daniel Markgraf (Quetschen) durch Mittelgang ein und positionierten sich auf der Bühne.

"Drei Deppen" teilen aus


"Wir wolln uns für euer zahlreiches Erscheinen bedanken und begrüßen die Oberpfalz, alle Ossis, Preißn und Franken", lautete ihre Hinführung - und gleich erhielt die Feuerwehr einen Seitenhieb: "Die Stullner Feuerwehr hat sich ein neues Feuerwehrauto kafft, doch wer z'erst damit fohrn derf, dao hains fast no grafft". Daniel Markgraf übernahm den Part für die komödiantische Umrahmung mit deftigen Trinksprüchen und gepfefferten Witzen, während Anni Pröls und Markus Kiener die Gstanzl abwechselnd zum Besten gaben.

Auch eine bissige Ironie durfte nicht fehlen. Angeblich saß bei der Kirwa 2015 ein "Asylant" beim Kirwatisch. "Er lacht und hod eine Freid mit seim Seidl Bier und die Stullner Kirwaleit!. Doch bald wurde den Spöttern schlagartig klar, dass der 'Asylant' unser Pfarrvikar Joseph war." Der beliebte Geistliche spendete den drei Deppen - wie sie sich selbst bezeichneten - spontan drei Seidl Bier. In den weiteren Gstanzl bekamen unter anderem die Faschingsgesellschaft und der Bauhof sowie Gemeindebürger ihr Fett weg.

Der Seniorenkreis bestellte angeblich für seinen Jahresausflug zwei Busse zu zwei verschiedenen Abfahrtszeiten. "Mensch, Helmut und Hilde, dad's doch im Zelt a boar werbn, dass bei eurem nächsten Ausflug alle zwoa Busse voll werdn". "Bleibts weiterhin so lustig, so froh, wünscht euch das Zitronengelbeoachkatzlgocklfotznkopftrio!", erklang als Schlussvers "Das war spitze!" freuten sich die Festzeltbesucher lautstark. Mit DJ Fenkerl klang die Kirwa aus. (Im Blickpunkt)
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