Tagebücher über Brücken

Ausführlich erläuterte Kommandant Alois Luber die Bedarfsmeldung der Feuerwehr Stulln für das Jahr 2017. Bild: ohr
Vermischtes
Stulln
08.11.2016
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Die Verwaltung griff eine Anregung des Gemeinderats auf, die Brücken in der Unterhaltslast der Gemeinde auf Schäden zu untersuchen und den Sanierungsbedarf festzustellen. Dazu muss einiges an Vorarbeit geleistet werden.

Die Erfassung enthält auch Brücken und Durchlässe, die nicht oder nur teilweise in die Zuständigkeit der Kommune fallen. Brücken mit einer Spannweite von mehr als zwei Metern unterliegen routinemäßig alle sechs Jahre einer Hauptuntersuchung, informierte der Bürgermeister.

Nur Brensdorfer Brücke


Die Überwachung und Prüfung erstrecke sich auf die Standsicherheit, die Funktionsfähigkeit und den baulichen Zustand, soweit dies für die Sicherheit des Verkehrs und für die Lebensdauer erforderlich ist. Bei Spannweiten von weniger als zwei Metern kann auch der Bauhof die Überprüfung übernehmen. Regelmäßig wurde bis jetzt die Naabbrücke bei Brensdorf einer Brückenüberprüfung unterzogen. Die letzte Hauptprüfung im Jahr 2013 erbrachte in der Bewertung die Zustandsnote 1,3, teilte Prechtl mit.

Prechtl stellte die aktuell 19 erfassten Brücken und Durchlässe bildlich vor und gab dazu Erläuterungen dazu. Vor der eigentlichen Prüfung muss zuerst von einem Sachverständigen eine Bestandsbewertung vorgenommen und das Datenbuch erstellt werden. In diese Erfassung sind unter anderem die Spannweite, das Baujahr und die Tragfähigkeitseinstufung aufzunehmen. Für die Datenbücher sind Kosten von rund 2 000 Euro je Brücke und für die erstmalige Hauptprüfung etwa 1 500 Euro zu veranschlagen.

Für alle Brücken in der gemeindlichen Baulast ist ein Brückentagebuch zu erstellen und eine Brückenhauptprüfung in Auftrag zu geben. Angebote einholen und entsprechende Mittel im Haushaltsplan 2017 vorzusehen, lautete das einstimmige Votum nach einer längeren Aussprache.

Bedarf der Feuerwehr


Detailliert erläuterte Kommandant Alois Luber die Bedarfsmeldung der Feuerwehr Stulln für das Jahr 2017 in der Gesamthöhe von brutto 16 600 Euro. Darunter finden sich als Ersatzbeschaffung vier Chemieschutzanzüge (CSA) in Höhe von 8 000 und 17 Feuerwehrhelme mit Leder-Nackenschutz für 2 400 Euro, zwei Funkwecker mit Ladestation, Stabantenne und Gürtelclip sowie 5 Paar Feuerwehrstiefel jeweils um 900 Euro. Kleinteile und Zubehör sind mit 1 000 Euro angesetzt. Je zwei Lehrgänge sind für Gruppenführer, Leiter einer Feuerwehr und für Gerätewarte vorgesehen. Bürgermeister Hans Prechtl bedankte sich bei Alois Luber und Edelbert Schmal für ihren engagierten Einsatz.
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