Betreiber ziehen Annabergfest-Bilanz
Beichtmobil bei Mutter Anna

Ein Novum in der Annaberg-Geschichte war in diesem Jahr das Beichtmobil, das polnische Franziskaner aus Amberg für die Gläubigen betreuten.
Freizeit
Sulzbach-Rosenberg
01.08.2016
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Schon am Montagvormittag waren bei der Brauerei Sperber die Bänke am Nordhang abgebaut. Nur ganz schmale Grasstreifen zeugen noch von der Dauerbelegung. Bei der dort benachbarten Brauerei Fuchsbeck begann der Rückbau zunächst im oberen Budenbereich, die ausgefeilte Sitzkonstruktion war später an der Reihe. Bilder: Royer (3)
Sulzbach-Rosenberg: Annaberg |

Das Anna-Lied ist verklungen, der Bratwurstduft verflogen und die Zapfhähne haben Ruh. Am Berg kehrt allmählich wieder die gewohnte Stille ein. Nur das emsige Werkeln der Budenbetreiber und Annaberghelfer beim Abbau sorgt noch für Geräusche. Die SRZ fragte bei ihnen nach dem persönlichen Bergfest-Resümee und entdeckte ein Novum.

Während für die meisten Besucher das Annabergfest am Sonntag spätestens nach der Schlussandacht und dem abschließenden Festgeläut kurz nach 21 Uhr endete, blieb für Wirte und Personal noch sehr viel Arbeit. Am Montag war der große Abbau angesagt, der aber wie in den vergangenen Jahren wieder problemlos vonstatten ging. Die Gastronomen zeigten sich auf Nachfrage am Montag durchaus zufrieden mit dem Festverlauf, sei es vom Wetter, vom Zuspruch oder vom Umsatz.

Nicht wegzudenken sind über die Jahre hinweg die Annaberg-Helfer der Pfarrei St. Marien. Ihr Sprecher Hans Schötz, der auch Vorsitzender der Kolpingfamilie ist, erzählte vom Abbau der Rückwand des Freialtars, dem Entsorgen des Birkenschmucks und dem Wegräumen der Bänke. Auch die Frequenz der Gottesdienste nahm Schötz während der Wallfahrtswoche positiv wahr: „Hier spielt natürlich die gute Auswahl der Prediger eine wichtige Rolle“, ist der engagierte Christ überzeugt.

„Kirche in Not“


Auf das erstmals beim Annabergfest eingesetzte Beichtmobil des päpstlichen Hilfswerks „Kirche in Not“ angesprochen, erläuterte Hans Schötz, dass dessen Frequentierung besser als vermutet ausfiel. „Hier sitzt man im VW-Bus dem Geistlichen direkt im Gespräch offen gegenüber, was im Vergleich zum klassischen Beichtstuhl für viele Gläubige sicher eine Umstellung bedeutet“.

Die zwölfköpfige Männergruppe der Annaberg-Helfer kümmert sich auch während des Jahres um das Erscheinungsbild des heiligen Bezirks von der Loretokapelle über das Freialtar-Gelände bis hinauf zur Wallfahrtskirche. Sie helfen immer gerne im Ehrenamt. Ein Sonderlob schickten sie noch in Richtung Bauhof und Stadtgärtnerei, mit denen die Zusammenarbeit am Berg stets reibungslos funktioniere.

Hans Ertel, Vater des Fuchsbeck-Bräus Armin Ertel, der zusammen mit Horst Stöckl aktiv die Aufräumarbeiten begleitete, war angetan vom positiven Festverlauf. Vor allem die Tatsache, dass alles friedlich blieb, freute die beiden bewährten Kräfte am meisten. „Wir haben auch heuer wieder großes Glück gehabt mit allen Umständen, unser Angebot kam an bei den Leuten an, und auf unser Team konnte man sich verlassen“, wusste Metzgermeister Johannes Lotter zu berichten.

Desgleichen Bräu Christian Sperber – diesmal nicht im Sudhaus sondern am Nordhang beim Müllsammeln angetroffen – konnte keinen Kritikpunkt finden: „Wir haben während der Festwoche fünfmal bei drohendem Regen Glück gehabt, deshalb gilt mein Dank dem Heiligen Petrus und den zahlreichen Pilgern, die den Weg zu uns gefunden haben.“

Besondere Ausstrahlung


Für Antonio La Pegna hat der Berg eine ganz besondere Ausstrahlung, die er vor allem in dessen Religiosität begründet sieht. Deshalb will der auf italienische Speisen spezialisierte Gastronom im nächsten Jahr sein Areal ausbessern und renovieren, um vor allem auch für die auswärtigen Besucher einen guten Eindruck zu hinterlassen.
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