Junggesellinnen-Abschied bei Rundflug ab Fichtelbrunn
Vor Ehe in die Luft

Einen solchen Ausblick bekommt man wahrlich nicht alle Tage! Wo der Rundflug hingehen soll, darf der Passagier sich aussuchen. Doch selbst wenn man seine Heimat vom Boden aus gut kennt, braucht es bei einem Blick aus dem Flieger schon ein wenig Bedenkzeit, bis man weiß, was man da unter sich sieht. Hier zum Beispiel Neukirchen (links) mit Ziegelhütten in der Bildmitte.
Freizeit
Sulzbach-Rosenberg
16.08.2016
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Fichtelbrunn. Es ist ein warmer Sommertag am Flugplatz in Fichtelbrunn. Die Mädels warten ungeduldig vor dem Hangar. Endlich kommt das Auto mit der künftigen Braut. Sie hat die Augen verbunden und keinen Schimmer, welch eindrucksvolles Erlebnis sie an ihrem Jungesellinnen-Abschied erwartet.

Pilot Christoph Pirner von der Luftsportgruppe Sulzbach-Rosenberg hat seinen Motorsegler startklar gemacht. Bei ihm haben die Freundinnen der Braut einen Rundflug angemeldet. Als die Augenbinde der bald Vermählten fällt, weiß es auch sie: Es geht in die Luft. Ein bisschen mulmig ist ihr schon, als sie in die zweisitzige Maschine steigt. So etwas hat sie noch nie zuvor gemacht. Christoph erklärt ihr das Flugzeug und schließt die Einstiegstür. Wo der 30-minütige Rundflug hingehen soll, darf sie sich aussuchen.

Während bei den Mädels am Boden die Sektkorken knallen, hebt der Motorsegler mit der Braut ab - ein letztes Winken, eine sanfte Kurve, und dann verschwindet das Flugzeug langsam im Sommerhimmel.

Die Fernsicht beträgt bei gutem Wetter bis zu 80 Kilometer, also bis in den Bayerischen Wald oder in das Fichtelgebirge. Mit 150 km/h und einer Flughöhe von 300 Metern steuert der Motorsegler gemächlich die Hot-Spots der Route an. Dort drehen sie ein paar Kreise, um aus jeder Richtung den besten Blick zu erhaschen.

Wer hätte gedacht, dass Ortschaften, die man sein Leben lang kennt, von oben so anders aussehen. Ein wirklich aufregender Anblick, den es sich mit einer Kamera festzuhalten lohnt. Thermik und Wind verursachen ein leichtes Kribbeln. Nach einer halben Stunde taucht die Maschine am Horizont in Fichtelbrunn wieder auf. Der Pilot setzt sanft auf und fährt den Motorsegler in die Parkposition. Die Flugzeugtür öffnet sich und heraus steigt eine vor Freude strahlende Braut, die dieses Erlebnis so schnell nicht vergessen wird.
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