Stadt- und Inthronisationsball
Knappnesia schon ausgebucht

Skurrile und bunte Figuren im stockfinsteren Wagner-Saal: Die Kostüme waren mit Lichtschläuchen bestückt!
Freizeit
Sulzbach-Rosenberg
04.01.2016
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Drei neue Ehrensenatorinnen hat die Knappnesia. Die stellvertretende Landrätin Brigitte Bachmann war zwar nicht anwesend, aber Leila Meister (rechts)) und Rommi Schötz erhielten vom Knappnesia-Präsidenten Christian Kellner ) die Narrenkappen.

Kurz ist sie heuer, die Faschingssaison, und irgendwie war am Samstag auch die Luft raus, denn ein Großteil der Ehrensenatoren der Faschingsgesellschaft Knappnesia glänzte durch Abwesenheit. Wären nicht die Eltern der Kinder- und Jugendgarde da gewesen, es hätte viele freie Plätze im Wagner-Saal gegeben.

Dafür hatten jene viel Platz, die den Stadt- und Inthronisationsball als willkommene Gelegenheit nutzten, die über die Weihnachtsfeiertage angesammelten Kalorien abzutanzen. Zum "Regenten a.D." wurde Bürgermeister Michael Göth am Samstag ernannt, er könne sich von seinen Amtsgeschäften getrost eine fünfwöchige Auszeit nehmen.

Nur mehr Haushaltsreste


Seine Tollität Prinz Thomas II. und ihre Lieblichkeit Prinzessin Monika III. nahmen dem "Göth II." den Schlüssel zur Stadtkasse ab, aber da seien nur noch wenige Haushaltsreste drin, meinte Michael Göth - damit sollten die Knappnesen gut wirtschaften.

Wenn die Narren in der fünften Jahreszeit regieren, würden auch neue, von den Knappnesen bestimmte närrische Regeln gelten: So dürfe ein Weißer, der rot anläuft und sich schwarz ärgert, am Gründonnerstag nicht blau sein. Auch seien die Sulzbach-Rosenberger dafür verantwortlich, dass sie mit ihrem Einkommen, das sie bekommen, auch auskommen, damit ihre Nachkommen, wenn sie kommen, auch durchkommen. Ohne Unterkommen, so philosophierte Monika III. fast wie Willy Astor, hätten die dann kein Fortkommen, und das könnte am Ende allen schlecht bekommen. "Wer von uns mehr sehen will", so Kinderprinzessin Celine II., müsse im Fasching mehr ausgehen, Kinderprinz Emilio I. hat zum Feiern immer Zeit.

In Narrenhand war der Wagnersaal am Samstag, als mit großem Prozedere die Knappnesia mit Prinzenpaaren, Hofstaat, Elferrat, den Hofdamen und Ministern sowie Garden einmarschierte. Knappnesen-Präsident Christian Kellner meinte, die 56. Session sei zwar eine kurze, trotzdem sei die Knappnesia mit zahlreichen Terminen ausgebucht, ob Kinder- oder Seniorenfasching, Prunksitzung am Faschingssamstag, Rosenmontagsparty, Faschingskehraus mit Prinzenbegräbnis und Fischzug. Obligatorisch waren die Orden für die neuen Regenten, später auch für die Ehrensenatoren, deren Sprecher Hans-Jürgen Reitzenstein es ausdrücklich begrüßte, dass heuer drei Ehrensenatorinnen (die Birgländer Bürgermeisterin und stellvertretende Landrätin Brigitte Bachmann, Leila Meister und Rommi Schötz) in den erlauchten Kreis aufgenommen wurden. Zeit sei es gewesen für weiblichen Charme in der Männerrunde. Den "Anton aus Tirol" tanzte die Kindergarde, ein Abba-Medley hatte die Jugendgarde gewählt, zackig war der Gardetanz beim "Irish Medley". Zu "Best of Dance" erhielt der Showtanz der Jugendgarde viel Beifall, beim Männerballett "Zapping" brillierten wieder einmal Joachim Herold und Thomas Schröder als die Flintstones oder der Kapitän mit blonder Nixe.

Wieder tolle Tänze


Zweifellos der Höhepunkt des Abends war der Showtanz "Live On Stage" der Prinzengarde. Die Tänzerinnen und Tänzer glänzten nicht nur durch fantasievolle Kostüme oder eine ausgefeilte Choreografie, vor allem beim grazilen Spitzentanz. Ohne Zugabe ging es natürlich nicht, so dass die Las-Vegas-Show auch beim zweiten Hinsehen alles andere als langweilig war.
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