Sulzbach-Rosenberg steigert die Übernachtungszahlen
Gerne länger in den Betten

In den Übernachtungsbetrieben der Herzogstadt verbringen die Gäste in den gemachten Betten gerne ein paar zusätzliche Tage. Bild: Royer
Freizeit
Sulzbach-Rosenberg
10.03.2016
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Bei der Entwicklung der Übernachtungszahlen für Sulzbach-Rosenberg ist seit 2009 ein positiver Trend erkennbar. Durchwegs wird die 20 000er-Marke übersprungen, dreimal 25 000 erreicht, einmal deutlich übersprungen und im vergangenen Jahr sogar 29 420 Übernachtungen verzeichnet.

Die Entscheidung zu einem Urlaub oder Aufenthalt in einer bestimmten Stadt kann vielerlei Gründe haben. Diesen auf die Spur zu kommen, ist eine der Aufgaben, die sich Touristiker gestellt haben. Unbestritten bleibt die Tatsache, dass sich die Attraktivität einer Kommune positiv auf die Übernachtungszahlen auswirken kann. In der Herzogstadt scheint das zu klappen.

Der heiße Sommer im vergangenen Jahr wird schon seinen Teil zur touristischen Entwicklung in der Region beigetragen haben. Ob das allerdings der alleinige Grund für die gestiegenen Übernachtungszahlen im Bereich des Tourismusverbandes Ostbayern ist, darf durchaus bezweifelt werden. Denn hier führen Martina Henke und Fred Tischler vom Kulturamt verschiedene andere Faktoren auf, die letztlich für den Zuwachs sorgen. Erfreulich sind sie allemal, die neuesten Zahlen zur touristischen Entwicklung in Sulzbach-Rosenberg. So der Eindruck von Bürgermeister Michael Göth, der sich im Rathaus ein Bild von der aktuellen Aufstellung machte. Wie die Touristiker angaben, besuchten 2015 13 002 Gäste (+0,8 Prozent) die acht Beherbergungsbetriebe (ab zehn Betten) der Stadt.

Plus von rund 4000


Daraus resultierten 29 420 Übernachtungen. Das sind rund 4000 oder rund 15,4 Prozent mehr als 2014. Ihre durchschnittliche Aufenthaltsdauer betrug 2,3 Tage. Nicht berücksichtigt seien bei der Aufstellung aber die Privatvermieter und Ferienwohnungen. Nach Angaben von Martina Henke weise das Unterkunftsverzeichnis für die Herzogstadt elf derartige Angebote aus.

"Auch die Auslastung der Gasthöfe und Hotels verbesserte sich weiter von durchschnittlich 28,6 Prozent im Jahr 2014 auf 33 Prozent für 2015 und erreichte damit einen neuen Höchstwert", erläutert die Touristikerin bei der Präsentation. Im vergangenen Jahr standen im Stadtgebiet in acht Betrieben 238 Betten zur Verfügung.

Für Bürgermeister Michael Göth zeigte die vorgelegte Statistik eindeutig, wie wichtig die kulturellen Angebote und die attraktiven Festivitäten seien. "Durch diese Außenwirkung locken wir viele Besucher an, die gerne auch etwas länger verweilen." Dies wiederum habe enorme Auswirkungen in der Wertschöpfung für den Einzelhandel, die Gastronomie oder für die heimische Wirtschaft in der Gesamtheit. "Die hohe Wertschätzung des kulturellen Angebots unterstreicht die Richtigkeit des eingeschlagenen Weges. Wir haben zum Beispiel nicht einfach Museen eröffnet, sondern sie auch mit Leben erfüllt", so Tischler, der an dieser Stelle auch auf die Mitarbeit bei der Kultur- und Kreativ-Wirtschaft der Metropolregion verwies.

Tourismus in OstbayernDie Landkreise Kelheim, Neumarkt und Amberg-Sulzbach, sowie Teile des Landkreises Regensburg sind in einer touristischen Gebietsgemeinschaft als "Bayerischer Jura" zusammengeschlossen. Dazu gehört auch Sulzbach-Rosenberg. Nach Angaben des Tourismusverbandes Ostbayern kamen im Jahr 2015 mit knapp fünf Millionen Urlaubern so viele Gäste wie nie nach Ostbayern, was auch den Trend in der Herzogstadt widerspiegelt. Den höchsten Zuwachs habe der Bayerische Jura mit 532 397 Ankünften (+8,4 Prozent) und 1 101 472 Übernachtungen (+7,3 Prozent) verzeichnet. Nach einer Studie habe sich die Wertschöpfung aus dem Übernachtungstourismus in Ostbayern in den letzten fünf Jahren um 20 Prozent gesteigert. (oy)
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