Tango und Traversflöte
Konzert der Sing- und Musikschule

Mit der Korrepetitorin Gabriele Werner am Flügel interpretierten Saskia Kiesel und Lukas Wagner von der Sing- und Musikschule einen Satz aus dem Cimarosa-Konzert für zwei Flöten. Bild: aks
Freizeit
Sulzbach-Rosenberg
29.07.2016
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Mit einem finale furioso verabschiedete sich die Städtische Sing- und Musikschule (SMS) aus der Saison 2015/2016. Nicht nur Schulleiter Steffen Weber zog nach dem zweiten und letzten Solistenkonzert im Rathaus seinen Hut vor dem "erstaunlich hohen Niveau".

Das Publikum schwelgte in der genussreichen Mischung aus Flöten, Klavier, Violine, Percussion, Gesang und Gitarre. Die Schüler müssen sich vor den internationalen Kollegen beim demnächst startenden Sulzbach-Rosenberg International Music Festival (SRIMF) nicht verstecken.

Zu den Aushängeschildern der SMS-Arbeit zählen die Querflötisten aus den Klassen von Iwona Simonides und Steffen Weber. Das sommerleichte Duett mit Saskia Kiesel und Lukas Wagner, Lisa Strallers ausdrucksstarker Bach oder der Auftritt von Susanne Hiltl und Sebastian Schürfeld, der zwei Flöten zu einem Klang verschmelzen ließ, lieferten die Beispiele dazu.

Die nicht minder bemerkenswerten Erfolge der Violin-Klasse von Richard Hubert unterstrichen die schon bei "Jugend musiziert" positiv aufgefallenen Talente Klara Vogel und Katrina Heckmann. Anja Pilhofer beschloss den Abend mit dem Komorowski-e-moll-Konzert gebührend und meisterte dabei höchste technische Anforderungen mit der Leichtigkeit der Jugend.

An sich leicht sperriges Material von Hugo Wolf und Max Reger verwandelte Sopranistin Elisa Prösl in das, was die Faszination Kunstlied ausmacht. Ähnliches gelang Johanna Albersdörfer, die der Blockflöte die Töne entlockte, die Charles Koechlin einem verstoßenen Engel auf Erden ins Buchsbaumrohr komponiert hatte.

Feuer, Wasser, Wind


Aufhorchen ließ die Klavier-Klasse von Ines Lunkenheimer-Giulini mit der zehnjährigen Tara Roßmann und ihrer sauberen Bach-Invention und dem vier Jahre älteren Jakob Krusche, der frei von Noten ein Chopin-Nocturne und Liszts "Gnomenreigen" aus dem Flügel im Rathaussaal perlen ließ.

Hörerlebnisse der besonderen Art garantierte Gitarristin Tanja Gebhardt, die nach einem Duett mit Lukas Wagner an der Traversflöte den Kanon ihres Instruments verließ und mit Astor Piazzollas Tango-Klassiker "Invierno Porteno" begeisterte. Zwar nicht in der Klassik angesiedelt, aber unbedingt hörenswert präsentierten sich die Percussionisten des Abends: Lukas Sommer lieferte mit seiner Eigenkomposition "Drums unlimited" ein rhythmisches Feuerwerk zur Begrüßung, Hans-Ulrich Berendes ließ Eckhard Kopetzkis "Three Elements: River Race, Wind Walk, Fire Dance" aus dem Marimbaphon wirbeln. Nach dem Lob für alle Akteure ehrten Schulleiter Weber und Stellvertreterin Sylvia Schulz die zahlreichen erfolgreichen Absolventen der D1-, D2- und D3-Leistungsprüfung. Besonderen Dank erntete zudem Korrepetitorin Gabriele Werner, die viele der solistischen Vorträge um einfühlsame, klangschöne Klavierbegleitung bereichert hatte.
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