Traditionelles Bockbierfest im Gasthaus Zum Bartl mit den Kapellenbrüdern und Stadtmeistersc ...
Pfarrer, Lehrer und Wirt

Die Kapellenbrüder (von links): Der Wirt (Hans-Jürgen Reitzenstein), der Pfarrer (Armin Kraus) und der Lehrer (Anton Fenk) hielten so manchem Geschehen und Fehlverhalten in und um Sulzbach-Rosenberg den Spiegel vor.
Freizeit
Sulzbach-Rosenberg
24.02.2016
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Gerstensaft vom Feinsten, zünftige Musik, zynische Kapellenbrüder und die Stadtmeisterschaft im Fingerhakeln sorgten beim traditionellen Bockbierfest im Gasthaus Zum Bartl für einen gelungenen Abend.

Im voll besetzten Lokal wurde süffiger Sperber-Stiber-Bock vom Fass und Sperber-Weizen-Bock für die durstigen Kehlen ausgeschenkt. Damit die Unterlage stimmt, gab es ein reichhaltiges und dem Anlass entsprechendes Angebot aus der Küche. Musikalisch startete die Erlboch-Muse mit Bernhard Luber von Beginn an voll durch und begeisterte mit besten urtypischen Melodien. Mit Spannung erwartet, trafen die Drei Kapellenbrüder ein. Wie es im Lied heißt, "Der Lehrer, der Pfarrer und der Wirt die wissen alles - im Fall des Falles", ging das Trio zynisch, nachdenklich und lustig auf die Geschehnisse der großen und kleinen Politik ein.

Vor allem lokalpolitische Ereignisse wurden aufs Korn genommen. Missgeschicke oder nennenswerte Begebenheiten von Persönlichkeiten oder von solchen, die meinen es zu sein, wurden aufgedeckt und von Anton Fenk, Armin Kraus und Hans-Jürgen Reitzenstein kommentiert. Die Darbietung wurde mit vielen Lachern und Applaus großzügig belohnt. Veranstalter Martin Lotter bedankte sich bei dem Trio, besonders aber bei Karl-Heinz Neidl, aus dessen Feder der Vortrag stammte. Nach kurzer Pause stand mit der Stadtmeisterschaft im Fingerhakeln der nächste Glanzpunkt an. Organisator Thomas Gebhardt leitete die 7. Runde mit acht Teilnehmern. Beim Vorentscheid siegte Matthias Weiß über Willi Meier und sicherte sich Platz drei. Im Endkampf traten Thomas Häckl und Jonas Frischholz an den Tisch. Es dauerte nur einen Moment und Thomas Häckl hatte seinen Gegner drüber gezogen und so die Eintrittskarte für die Endausscheidung am 23. April in der Hand.

Sprüche der KapellenbrüderDes mit dene Museen nimmt langsam überhand. Wennst a alts Haus hast, mit an Haufn altn Glump drin und die Entsorgung is sauteuer, dann machst a Museum draus.

Stadtratssitzungen im Eroscenter: Die Argumente sind eindringlich und man kommt schneller zum Ende als im Rathaus.

Zum Thema Flüchtlingshäuser auf der Lohe: Die Flüchtlinge san a Problem, wenns untrananda zsamma lebm, sie brauchen Nachbarn as da Gmoi dann triffts a niat so leicht a Stoi. Und wenn si jeder engagiert, sans, bist lang schaust, scho integriert.

Die Vereine heit homms schwer, Koiner macht den Vierstand mehr. Die Altn song, mir kinna nimma. De Junga bringst niat as 'm Zimma. Dann müssn wieder Alte ran. Und richten se nu gouer zamm. Drum prüfe, wer sich wählen loud, Du host des Amt bis zu deim Toud.(fnk)
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