Vereine unterwegs
Siedlergemeinschaften Rosenberg und Lerchenfeld steuern Franken und die Hallertau an

In Thüngersheim kehrten die Rosenberger ein, um sich in der historischen Torstube Frankenwein und eine deftige Winzerbrotzeit kredenzen zu lassen. Bild: gsh
Freizeit
Sulzbach-Rosenberg
15.09.2016
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Vereine unterwegsGenussvoller Ausflug ins Weinland

Sulzbach-Rosenberg. (gsh) Herrlichstes Sommerwetter, der Main, Frankenwein und Balthasars gelbe Badewanne waren die Komponenten für eine gelungene Weinfahrt der Siedlergemeinschaft Rosenberg. Sie führte in die Gegend rund um Würzburg. Die erste Station zur Mittagspause bildete Randersacker, malerisch eingebettet im Maintal. Dort löste sich das Rätsel um die Badewanne. Das Kunstobjekt in der Ortsmitte ist eine Hommage an den Barockbaumeister Balthasar Neumann, der auch in Randersacker seine Spuren hinterlassen hat.

Am Nachmittag ging es ab Würzburg mit dem Schiff nach Veitshöchheim, wo der Fahrtwind auf dem Außendeck der "Barbarossa" eine willkommene Abkühlung bot. In Veitshöchheim luden Rokokogarten und Schloss zum Spaziergang oder zum Verweilen an einem schattigen Plätzchen ein. Den geselligen Abschluss der Weinfahrt bildete die Einkehr im Weingut Gebr. Geiger jun. in Thüngersheim, wo sich die Rosenberger in der historischen Torstube Frankenwein mit einer deftigen Winzerbrotzeit schmecken ließen.

Bier, Limonade und Hopfentee probiert

Sulzbach-Rosenberg. (gac) Hopfen kann mehr als 30 Zentimeter am Tag wachsen, und seine bis zu vier Meter tief reichende Wurzel bleibt 40 Jahre lang im Boden. Das erfuhren die Mitglieder der Siedlergemeinschaft Lerchenfeld auf dem Hopfenerlebnishof Stiglmaier in Attenhofen.

Die 500-Jahr-Feier des Reinheitsgebots regte die Siedler, statt der bisher üblichen Weinfahrt heuer eine Hopfenfahrt in die Hallertau zu unternehmen. Auf dem Weg dorthin machte der Bus Halt zu einer Führung durch die schöne Regensburger Altstadt.

Das größte Hopfenanbaugebiet liefert 30 Prozent der weltweiten Ernte. Momentan ist sie in vollem Gange. Auf einem Bauernhof verglichen die Teilnehmer Geruch und Geschmack verschiedener Sorten und übten das Anbringen der Zugdrähte. Zum Abschluss gab es eine deftige Brotzeit, bei der auch verschiedene Biersorten sowie Hopfentee und Hopfenlimonade verkostet wurden.

Dazu erzählte die Bäuerin, wie es früher bei der Hopfenernte zuging, als jährlich Hunderte Oberpfälzer und Niederbayern mit dem Zug in die Hallertau fuhren, auf Heuböden schliefen und im Akkord die Dolden zupften. 80 Pfennig gab es für eine Metze, knapp 40 Liter. Heute wird diese Arbeit mit Maschinen erledigt.
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