Viel Wissenswertes für Verantwortliche in der Seniorenarbeit bei Treffen in Johannisthal
KAB-Seminar: So geht Stehaufmännchen

Wieder auf ein positives Gleis kommen - das lernten die Teilnehmer am KAB-Seminar. Bildf: thl
Freizeit
Sulzbach-Rosenberg
02.04.2016
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(thl) Kraft schöpfen, eigene Stärken stabilisieren, Strategien entwickeln, damit die Gruppenleitung sich nicht von negativer Grundeinstellung anstecken lässt. Einen Weg finden, um Teilnehmer wieder auf ein positives Gleis zu führen, war Ziel des KAB-Seminars für KAB-Verantwortliche in der Seniorenarbeit.

"Wie werde ich zum Steh-auf-Menschen?" - dazu begrüßte KAB-Senioren-Aktiv-Leiterin Theres Luber aus Sulzbach-Rosenberg zahlreiche Vertreter aus Sulzbach Rosenberg, Amberg und der gesamten Diözese Regensburg im Bildungshaus im Johannisthal.

Mit Referentin Christa Mösbauer stieg man ins Thema aus psychologischer und wissenschaftlicher Sicht ein. Sie erklärte, dass jeder ein "Steh-auf-Mensch" oder ein "resilienter Mensch" werden kann. Der Begriff komme ursprünglich aus der Werkstoffkunde und bezeichne Material, das man knautschen kann, das aber stets in den ursprünglichen Zustand zurückspringt - wie ein Stehaufmännchen.

Mösbauer erklärte anhand eines Spielzeug-Stehaufmännchens die Resilienz eines Menschen, der nach Niederlagen und Krisen sein mentales Gleichgewicht zurückerlangt oder aus Krisen, wenn sie überwunden sind, sogar gestärkt herausgehen kann. Sie erläuterte an sechs Resilienzschlüsseln, wie man seine seelische Immunität stärken kann. Gesundes Selbstwertgefühl und optimistische Grundhaltung seien genauso wichtig wie eine realistische Wahrnehmung der Umwelt. Wenn man sich in der Opferrolle sehe, werde man in Krisenzeiten oder in einer Depression schwer einen Rückschlag überwinden können. Gute Freunde und/oder professionelle Hilfe seien oft überlebenswichtig: "Aber Achtung, Ratschläge sind auch Schläge", meinte die Referentin.

Anhand aktiver Beispiele erprobten die Teilnehmer, welche Möglichkeiten für sie in Betracht kommen. Direktor Manfred Strigl (Bildungshaus Johannisthal) nannte die Resilienz eines Menschen die österliche Freude, die in uns stecke. Locker wurde über dieses Thema diskutiert. Mit Christine Vollath erarbeiteten die Senioren eine Lebenslandschaft, die Höhen und Tiefen aufwies, aber immer im Licht endete. Ein weiterer Bildungsteil war die Teilhabe der älteren Gesellschaft an neuen Medien.
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