40. Altstadtfest in Sulzbach-Rosenberg eröffnet
Bier sprudelt aus Löwenkopf

Rund um den Geschichtsbrunnen versammelte sich vor prächtiger Rathaus-Kulisse zur offiziellen Eröffnung des 40. Altstadtfestes am Freitagabend eine stattliche Schar - bunt gemischt aus Festzugsteilnehmern und vielen Zaungästen. Bilder: bmr (3)
Kultur
Sulzbach-Rosenberg
24.06.2016
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Sulzbach-Rosenberg erfreut am Altstadtfest die Herzen der Besucher. Antonie und Hannes sagten sich deshalb: "Hand aufs Jubel-Herz!".

Echtes Bier aus einem Brunnen. Ein Platz, an dem ein großer Kaiser residierte. Und beste Feierlaune an drei Tagen. Wo gibt es das? Genau, bei uns in Sulzbach-Rosenberg. Tausende Besucher erlebten gestern einen herrlichen Auftakt zum 40. Altstadtfest. Das Jubiläum machte es notwendig, die Choreographie ein wenig abzuändern.

Pünktlich um 18 Uhr rollte der Kanonendonner der Stiberer durch die Altstadt und verkündete den Auftakt der unbeschwerten Festtage. Ritter, Edelleute, Zofen und Knappen hatten sich herausgeputzt, um beim Festzug der historischen Gruppen dem Anspruch der bereits im Mittelalter so bedeutenden Stadt gerecht zu werden.

Im bunten "Lindwurm" vereint zogen neben den verschiedenen gewandeten Gruppen aus der Oberpfalz und den angrenzenden Regierungsbezirken, die Stryker-Schwadron der US-Army, der Spielmannszug St. Georg und der Kindergarten St. Marien. Als Besonderheit zum Jubiläum verbreitenen 100 von der Kulturwerkstatt an die Kinder verteilte Lebkuchenherzen von Beginn an Freude im Publikum.

Traditionsgemäß las der gewandete Herold alias Peter Schwemmer den Prolog. Die endgültige Freigabe der drei "tollen Tage" zum 40. Altstadtfest oblag dann Bürgermeister Michael Göth: "An diesen drei Tagen zeigt unsere Stadt ihre kulturelle und musikalische Fülle, die Offenheit und Feierstimmung ihrer Bürger, das Potenzial Sulzbach-Rosenbergs vor einzigartiger historischer Kulisse." Wie gewohnt biete das beliebte Fest für Bewohner und Gäste immer einen Höhepunkt im Jahreslauf der historischen Kommune zwischen Stadtturm und Pflasterzollhaus.

100 Liter ausgeschenkt


Zur Würdigung des runden Jubiläums, aber auch als augenfälliger Hinweis auf "500 Jahre Reinheitsgebot" zapfte nach langen Jahren der Pause erstmals wieder Bürgermeister Michael Göth Sperber-Bier aus dem am Geschichtsbrunnen von Peter Kuschel eingearbeiteten Löwenkopf. Ganze 100 Liter Gerstensaft flossen so aus dem Stadt-Untergrund in das oberirdische Wasserspiel. Verschenkt wurden dazu 0,3-Liter-Becher mit Jubiläums-Altstadtfest-Aufdruck.

Ein Sonderlob der zahlreichen Besucher durfte sich wieder einmal vorab die Bergknappenkapelle unter der Leitung von Johannes Mühldorfer abholen. Sie gab beim Standkonzert vor dem Jakobhaus schon eine halbe Stunde vor dem eigentlichen Beginn eine Auswahl ihres enormen Könnens zum Besten

Ins Stiber-Lager


Viel Zeit blieb dem Stadtoberhaupt aber vor seinem "Regierungssitz" nicht, da mit der ersten Sonderprägung der Gedenkmedaille "700 Jahre Kaiser Karl IV." im Stiber-Lager gleich ein weiterer Termin anstand. Und fast parallel warteten schon die Künstler der Gruppe 81 auf Michael Göth, deren Ausstellung fast zur gleichen Zeit eröffnet werden sollte.

Es ging also schon am gestrigen Freitag Schlag auf Schlag in der unschlagbar großen Festzone zwischen Stadtturm und Pamlerberg, wo bei idealen Bedingungen schon tausende Gäste aus nah und fern Präsenz zeigten. Dabei erlebten sie das unnachahmliche Flair aus Musik, Kultur, Literatur, Sport und Tradition, das stets mit einem großen Querschnitt an Speisen und Getränken garniert ist. Eilen Sie herbei, es bleiben immer noch zwei von insgesamt drei Festtagen!

Prolog"Wir, Bürgermeister und Herren des Rates unserer guten Stadt, tun kund und zu wissen allen Bürgern, Bürgerinnen und Gästen, dass allhier zu dieser Stund zum Heil, Nutz und Ehren unserer Stadt ein groß Fest wird angesagt, das alsogleich seinen Anfang nehme! Für drei Täg alles Volk soll feiern! Es wird geboten Freude, Friede, Eintracht und untersagt Streit, Zank und Hader! Also beginne das Fest. Es lebe unsere Stadt und alle, die darinnen verweilen! Gegeben zu Sulzbach am 24. im Heuert. Bürgermeister und Rat der Stadt, Göth"
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