Adventsausstellung der Gruppe 81
Wirtsstuben und Winterkälte

Die Künstler der Gruppe 81, Roman Friedrich, Hans Wuttig, Günter Wendler, Uschi Brauner, Werner Heusler und Bernhard Müller (von links) laden zusammen mit ihrem Gast Christl Pelikan-Geismann (2. von rechts) zur Adventsausstellung.
Kultur
Sulzbach-Rosenberg
29.11.2016
47
0

Zeichnungen, Gemälde in Öl und Acryl, unterschiedlichste Keramikarbeiten, Drucke in verschiedenen Techniken und Arbeiten in Polymer Clay: Die Adventsausstellung bietet einen Querschnitt durch die künstlerische Vielfalt der Gruppe 81.

Bernhard Müller führte die Besucher in die Ausstellung ein und präsentierte ihnen einen besonderen Gast: "Es ist uns eine Ehre, dass eine große Künstlerin bei uns mitmacht." Christl Pelikan-Geismann bereichert die Ausstellung mit ihren zauberhaften Arbeiten in Polymer Clay. In der anspruchsvollen Millefiori-Technik hat sie Schalen, Kerzenhalter und Vasen gestaltet, auch eine hübsche Handtasche wartet auf eine Trägerin.

Pelikan-Geismann erläuterte den aufwendigen Herstellungsprozess. Es kostet viel Zeit und Kraft, bis aus den bunten Stangen der Masse, die man kaufen kann, zarte Blumen und filigraner Schmuck geworden sind. Ihre Arbeiten stehen in den Außenvitrinen, man kann sie also auch außerhalb der Öffnungszeiten bewundern.

Auch die Stamm-Mitglieder der Gruppe sind mit interessanten Werken vertreten. Uschi Brauner zeigt große Keramikarbeiten, außerdem Zeichnungen. Faszinierend ist ihre Kohlezeichnung vom Annaberg. Innenansichten von Wirtsstuben hat Thomas Deisel in Acryl gemalt. Da sitzt kein Mensch, aber aus der Einrichtung erkennt man sofort, wer sich gleich auf diesen Stühlen niederlassen wird. Roman Friedrich präsentiert Drucke mit dramatischer Wucht in Rot und Schwarz. Elisabeth Heimbuchers Keramikboote nehmen auf subtile Weise zum Flüchtlingselend auf dem Mittelmeer Stellung, während Thomas Heimbucher mit seinen kleinen goldenen Beamten die Bürokratie aufs Korn nimmt.

Einfach schön


Mit einer bösen politischen Skulptur und einem zauberhaften Aktrelief ist Peter Kuschel vertreten. Mit düsteren Ölgemälde setzt Bernhard Müller einen Kontrapunkt zur Adventsidylle, Emma Niklas' Aquarelle von Feigen und Lilien hingegen sind einfach schön. Günter Wendlers Aquarelle wecken Fernweh und Sommersehnsucht, die von Hans Wuttig zeigen die Herzogstadt unter einer dicken Schneedecke. Hier wird die Winterkälte spürbar. Auch mit einem Holzschnitt macht der Meister deutlich, wie man eisige Temperaturen darstellt.

Fast alle Arbeiten sind verkäuflich. Für den schmalen Geldbeutel gibt es auch Drucke, Kunstpostkarten und Kleinformatiges. Es kann also jeder ein individuelles Weihnachtsgeschenk für sich selbst oder seine Lieben finden. Das kann man dann sofort mitnehmen. Die Lücke in der Ausstellung wird mit einem anderen Werk geschlossen. Bei Glühwein und Plätzchen betrachteten Kunstfreunde die Exponate, plauderten mit den Künstlern und ließen sich erklären, wie und warum die Arbeiten entstanden sind.

Die Ausstellung ist bis Weihnachten im Ausstellungsraum der Gruppe 81, Frühlingstraße 10, jeden Samstag und Sonntag von 13 Uhr bis 17 Uhr geöffnet.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.