Ausstellung "70 Jahre Heimatverein Birgland" eröffnet
Gelebte Heimatliebe

Auch als Bewahrer des echten Oberpfälzer Kirwabrauchtums ist der Heimatverein Birgland eine feste Größe, was auch alljährlich sein großes Engagement bei der Woizkirwa Mitte August ausdrückt. Bild: bmr
Kultur
Sulzbach-Rosenberg
10.10.2016
149
0
 
Alexander Düssil (rechts) vom Sparkassen-Vorstand bei der Eröffnung der Birgländer-Ausstellung. Bilder: Royer (2)

Bodenständige Kulturarbeit begründet den exzellenten Ruf des Heimatvereins Birgland. Seine Impulse für die Trachten-, Heimat- und Volkstumsbewegung sind beachtlich. Durch vielfältige internationale Kontakte gilt der Verein als Botschafter der Region. Eine Ausstellung blickt jetzt auf 70 Jahre seines Bestehens zurück.

Zünftige Klänge der Birgländer Musikanten und zahlreiche Trachtler auf dem Sparkassenplatz verwiesen auf ein besonderes Ereignis: In den Räumen des Kreditinstituts ging die Eröffnung der Jubiläumsausstellung zum 70-jährigen Bestehen des Heimatvereins mit vielen geladenen Gästen über die Bühne. Lob und Dank wechselten sich dort für vielfältige Verdienste der Brauchtumspfleger ab.

Mensch im Mittelpunkt


Alexander Düssil, Vorstandsmitglied der Sparkasse Amberg-Sulzbach, machte gleich zu Beginn klar, gerne Gastgeber für einen so bedeutenden Verein und ein ebensolches Jubiläum zu sein. Er zeigte Parallelen zwischen seinem Haus und den Birgländern auf, sprach von echtem Mehrwert und dankte für die vielfältig ausgeprägte Brauchtumspflege. Schließlich rückte er die Menschen in den Mittelpunkt, um die es auch bei der Ausstellung gehe, die bis zum 19. Oktober in der Schalterhalle für die Öffentlichkeit aufgebaut ist.

Vorsitzender Franz Niebler bedankte sich bei allen Organisatoren und Gestaltern der Schau und für die professionelle Umsetzung. Auf vielen Schautafeln werden dem Betrachter das enorme Engagement der einzelnen Gruppen, die Historie, die Veranstaltungen und die Beziehungen zu Folkloregruppen in anderen Ländern in Wort und Bild nahegebracht. Er beleuchtete die Vereinsgeschichte, stellte die Birgländer Musikanten als großes Aushängeschild und die nicht minder engagierten weiteren Gruppen der Birgländer vor.

Große Jubiläumsfeier


Sie alle würden bei der großen Jubiläumsfeier am Samstag, 22. Oktober, um 19 Uhr im Wagner-Saal in Großenfalz zu hören sein. Formationen aus Frankreich, Mildensee und Kempten sorgen dort für weitere Höhepunkte. "Vielleicht erkennt sich ja der eine oder andere auf einigen Fotos und schwelgt dann in Erinnerungen, so wöis fröiha a mol woar!", so der Vorsitzende bei der offiziellen Freigabe der Ausstellung. Bürgermeister Michael Göth und Landtagsabgeordneter Reinhold Strobl gratulierten zum Jubiläum und zeigten sich beeindruckt von der Bandbreite der Gruppen. Sie dankten für die identitätsstiftende Arbeit und die vorgelebte Liebe zur Heimat. "Ihr seid hervorragende Repräsentanten und Botschafter für Stadt und Region", resümierte der Rathauschef.

Vielleicht erkennt sich ja der eine oder andere auf einigen Fotos und schwelgt dann in Erinnerungen, so wöis fröiha amal woar!Vorsitzender Franz Niebler


HistorieWie Vorsitzender Franz Niebler bei der Ausstellungseröffnung wusste, sei der Heimatverein Birgland 1946 als "Zitherclub Almrausch" gegründet worden. Anfangs pflegte er das Brauchtum und die Tracht aus den Alpenländischen Regionen.

"Bald haben aber die Verantwortlichen dann erkannt, dass auch wir eigene tiefe Wurzeln in der Oberpfälzer Musik, dem Volkstanz, dem Gesang, der Mundart, und vor allem bei der Tracht haben", so Niebler.

Die Birgländer Tracht erneuerte der unvergessene Hanns Binder. Als Vorlagen dazu dienten alte Trachten aus dem Raum Schwend in der Gemeinde Birgland. Diese Tracht wurde bald darauf sogar prämiert. 1956 bis 1957 folgte im Zuge der Trachtenerneuerung auch die Änderung des Namens auf "Heimatverein Birgland", eine Patenschaft mit den "Unterillertalern" aus Kempten kam zustande und die Fahne wurde geweiht. (oy)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.