Ausstellung im LCC erinnert an die Wende in der ehemaligen DDR - Texte auch auf Arabisch
Wenn alte Strukturen sich auflösen

Kultur
Sulzbach-Rosenberg
21.03.2016
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Wie war das eigentlich damals, als die DDR 1989 zu schwanken anfing? Wer erinnert sich noch genau, wie lang und schwierig der Weg zur deutschen Einheit war? Die Wiedervereinigung ist inzwischen über 25 Jahre her. Die jüngere Generation in Deutschland hat dieses Ereignis der Weltgeschichte nicht mehr erlebt, und die Menschen, die seitdem nach Deutschland gekommen sind, auch nicht.Eine sehr informative Plakatausstellung im Lichthof des Landkreis-Kulturzentrums (LCC) lässt jetzt dieses Kapitel der deutschen Geschichte wieder lebendig werden. Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur hat 20 große Tafeln erstellt, die zur Diskussion über die jüngere Geschichte anregen. Ergänzend zur Ausstellung gibt es originale Ton- und Filmdokumente, die als Videopodcasts mittels QR-Codes abgerufen werden können.

"1989 stand Europa am Scheideweg", erläuterte Manfred Lehner, der Leiter der VHS des Landkreises, bei der Ausstellungseröffnung. Damals habe es in vielen Ländern große Ängste vor den Deutschen gegeben. "Was kann man daraus lernen?", fragte er, "vor allem angesichts der Flüchtlingskrise?" Die Ausstellung lade zur Auseinandersetzung mit der Frage ein, welche Folgen die Auflösung alter Strukturen haben kann.

Die Ausstellung hilft auch dabei, mit im Landkreis lebenden Flüchtlingen ins Gespräch zu kommen über den Weg zur deutschen Einheit. Das wird dadurch erleichtert, dass die Tafeln in deutscher und arabischer Sprache ausgestellt sind. So können auch Asylbewerber aus Syrien sie verstehen. Schon jetzt stünden oft Flüchtlinge und Asylsuchende, die derzeit in Kursen der Volkshochschule betreut werden, davor und lesen die Texte.

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