Bei Museumstag in Sulzbach-Rosenberg wird Geschichte lebendig
Ganz andere Welt entdeckt

Das muss Bäckermeister Fischer heute nicht mehr befürchten: In so einem Käfig, dreimal in den Stadtweiher getaucht zu werden, denn er backt seine Semmeln nicht zu klein. Bilder: Klamm (3)
Kultur
Sulzbach-Rosenberg
09.03.2016
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Museum, das bedeutet sammeln, aufbewahren, ausstellen. Dass so ein Haus aber auch voller Leben sein kann, zeigte sich beim "Sulzbacher Museumstag". Nicht nur, dass die Besucherscharen ins Stadtmuseum in der Neustadt strömten, auch die Akteure der mitwirkenden Vereine stellten mit Begeisterung Leben und Arbeit in früherer Zeit vor.

Es war der dritte Museumstag, und wieder waren neue Mitwirkende dabei. Bei diesem "Aktionstag der Vereine" stellten sich neben den einheimischen - Stiber-Fähnlein, Arbeiterkameraden, Bergknappen, Hüttenverein, Rosenberger Krippenweg, Briefmarkenfreunde und den "Solisten" Heiko Übler und Goldschmied Sebastian von der Recke - auch auswärtige Vereine wie Manus Dragonis Fronergensis und Gernots Gefolge in den Dienst dieser besonderen Sache. Museumsleiterin Edith Zimmermann hatte den Aktionstag geplant, konnte aber krankheitsbedingt bei der Umsetzung nicht mitwirken.

So hatten die Vereine, allen voran die Stiber, keine Mühe gescheut, um den Museumstag zu einem Erlebnis werden zu lassen. Ein Flyer und viele Hinweisschilder führten die Besucher durch die einzelnen Gebäudeteile und Geschosse, in deren Abteilungen über die Museums- und Stadtgeschichte informiert wird, das religiöse Leben, über bürgerliches und Arbeiterwohnen und natürlich über den Bergbau und die Maxhütte. Daneben stellten sich zahlreiche Handwerker und Kunsthandwerker vor, zeigten, wie im Mittelalter gewebt, geschustert oder auch auf historischen Brettern gespielt wurde.

Die Restaurierung von Waffen, das Herstellen eines Kettenhemdes, Kalligrafie, Ahnenforschung, alte Postkarten, Märchen und Geschichten, Tee aus Heilkräutern, und - aus heutiger Zeit - das kunstvolle Schmieden von Trauringen und das nicht minder kunstvolle Bemalen von Ostereiern. Es wurde bewundert, gefragt, erklärt.

Wer müde wurde vom Schauen, hatte die Möglichkeit, sich im Museumscafé zu stärken und zu erholen. Alles in allem: Der Tag war ein voller Erfolg, geriet dem Museum und den Vereinen zur Ehre und war für die Besucher aus Stadt und Land die beste Art, einen grauen Märztag zu verbringen.
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