Bergmanns-Chor aus Tschechien gastiert am 9. Juni
Tradition verbindet

Kultur
Sulzbach-Rosenberg
01.06.2016
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Das "Halleluja" aus dem Messias von Georg Friedrich Händel klingt mächtig, doch irgendwie anders, eben ungewohnt: Der "Hornický Pevecký Sbor" singt es auf Tschechisch. Aber die meisten Stücke, auch die von osteuropäischen Komponisten, werden in lateinischer Sprache dargeboten.

Der Hornický Pevecký Sbor Kladno (Bergmännischer Sänger-Chor) ist ein gemischter Laienchor, der bereits über 50 Jahre existiert. Er entstammt der bergmännischen Tradition der Kohleförderung im Bereich Kladno in der Nähe von Prag. Ursprünglich waren es die Bergmänner und ihre Frauen, die den Chor gründeten - heute sind aber alle Bergwerke der Steinkohlelagerstätte um Kladno außer Betrieb.

Auf seiner Konzertreise ins Saarland macht der Chor am Donnerstag, 9. Juni, Station in der Berg- und Hüttenstadt Sulzbach-Rosenberg. Er wird um 19 Uhr ein etwa einstündiges geistliches Konzert in der Christuskirche singen und dadurch seine Verbundenheit zu den berg- und hüttenmännischen Traditionen in Kladno und Sulzbach-Rosenberg zum Ausdruck bringen.

Auf dem Programm stehen bekannte Chorsätze von Mozart, Händel und Bach. Dazu kommen, typisch für einen tschechischen Chor, Werke von osteuropäischen Komponisten wie Cernohorský, Koželuh, und Bortnanskij zur Aufführung. Schwerpunkt sind drei Sätze aus dem Werk "Stabat Mater" von Dvorák

Der Chor besteht aus etwa 55 Mitgliedern von denen etwa 45 auf eine Konzertreise mitfahren. Er gehört zu den besten Laienchören in Tschechien. Die Bürger sollten sich die Gelegenheit zu dem wahrscheinlich einmaligen Gastspiel des "Hornický Pevecký Sbor" nicht entgehen lassen. Eintritt frei, Spenden willkommen.
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