Bilder eines verstorbenen Arztes sind im St.-Anna-Krankenhaus ausgestellt
Aquarelle in Grün und Blau

Bei der Eröffnung: von links Klaus Emmerich, Brigitte McGuire (Kunst AG), Ute Büttner (Kunst AG), Siglinde Konhäuser (Kunst AG), Dr. Roswitha Harlaß-Morcinek und Sebastian Morcinek. Bild: hfz
Kultur
Sulzbach-Rosenberg
04.06.2016
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"Vielfalt" heißt die Ausstellung, die zahlreiche Bilder des 2008 verstorbenen Dr. Jürgen Morcinek im St.-Anna-Krankenhaus zeigt. Die Entscheidung, gerade diese seiner Werke zur Schau zu stellen, traf die Ehefrau Dr. Roswitha Harlaß-Morcinek gemeinsam mit ihrem Sohn Sebastian.

Organisiert wurde die Vernissage von der Kunst-AG. Das Tschäss-Quartett sorgte bei der Eröffnung im ersten Stock durch Siglinde Konhäuser, Vorsitzende der Kunst-AG, und den Krankenhaus-Vorstand Klaus Emmerich für die musikalische Umrahmung.

Morcinek wurde am 3. Oktober 1946 in Bamberg geboren und hatte zusammen mit seiner Frau, die er 1979 heiratete, zwei Söhne: Nicolas, der 1983 geboren wurde, und den sechs Jahre jüngeren Sebastian.

Zunächst besuchte der Künstler eine Realschule und legte danach sein Abitur in Nürnberg ab. Nachdem er ein Lehramtsstudium absolviert hatte, war er zwei Jahre im Lehrberuf tätig. Im Jahr 1976 begann er ein Medizinstudium in Ulm.

Ab 1992 war er Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe, bis er schließlich 1998 Oberarzt der Gynäkologischen Abteilung im St.-Anna-Krankenhaus wurde. Noch im selben Jahr musste er jedoch aufgrund einer Tumorerkrankung und wegen des Verlustes eines Auges in den Ruhestand treten.

Seine künstlerischen Fähigkeiten eignete sich Dr. med. Jürgen Morcinek autodidaktisch an. Doch auch durch das Beobachten anderer Künstler beim Zeichnen konnte er sich einige Dinge abschauen.

Als Malstil bevorzugte er in erster Linie die Aquarell-Malerei, wofür er vor allem die Farben Grün und Blau verwendete. Auch mit Tusche arbeitete er insbesondere zu Beginn gerne und entwarf Bleistiftzeichnungen. Zahlreiche dieser Werke sind auf mehreren öffentlichen Ausstellungen, wie beispielsweise in der Stadtsparkasse, Stadtbibliothek oder in Tschechien zu bewundern. In Sulzbach-Rosenberg können die Bilder bis Ende September begutachtet werden.
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