CJD-Migrationsdienst bei Bürgermeister Michael Göt5h
Interkultureller Schrebergarten

Die Leiterin des CJD-Jugendmigrationsdienst Sulzbach-Rosenberg Anna Szymczak und Bürgermeister Michael Göth zeigten sich überzeugt, dass die Eingliederung von Flüchtlingen und Asylsuchenden noch viel Engagement in Anspruch nehmen wird. Bild: Gebhardt
Kultur
Sulzbach-Rosenberg
09.06.2016
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Integration für Flüchtlinge ist leicht gesagt, doch oftmals mit Schwierigkeiten behaftet. Was in Sulzbach-Rosenberg läuft, ließ sich Bürgermeister Michael Göth aus berufenem Mund berichten.

Die Tätigkeit des CJD-Migrationsdiensts ist 2015 nicht weniger geworden und die Aktivitäten werden 2016 auch nicht abnehmen - das schilderte Leiterin Diplom-Sozialpädagogin Anna Szymczak in einem Gespräch mit Bürgermeister Michael Göth im Rathaus. Dazu gehören neben Beratung von jugendlichen Migranten bei der schulischen, beruflichen und sozialen Integration öffentliche Veranstaltungen zusammen mit einheimischen Organisationen.

Aktivität geschätzt


Hilfe durch staatliche und kommunale Stellen sei unverzichtbar, dies gelte aber im gleichen Maße für die Unterstützung von Organisationen und privaten Personen bei der Integration von Migranten, bekundete Bürgermeister Michael Göth. Aus diesem Grund schätzten Stadt und Landkreis die Aktivitäten des CJD-Jugendmigrationsdiensts, der einiges auf diesem Gebiet nach der Devise "Nicht nur reden, sondern handeln" geleistet habe.

Bedingt durch den enormen Zuzug von Asylsuchenden und Geflüchteten in den Landkreis wurde das Bildungsangebot erweitert, berichtete Anna Szymczak. Mit der Folge, dass diese Aufgabe nur noch zum Teil alleine bewältigt werden konnte. Lange Wartelisten auf einen Berufsschul- oder Sprachkursplatz konnten so nicht vermieden werden. Verbessert hingegen habe sich die Situation auf dem Lehrstellenmarkt, da der Mangel an Lehrlingen - vor allen im handwerklichen und im Dienstleistungsbereich - den Zugang für junge Migranten erleichterte.

Sprachliche Förderung


Um den Abbruch bei der Ausbildung aber zu vermeiden, benötigen wiederum viele junge Menschen eine kontinuierliche sozialpädagogische Begleitung und eine sprachliche Förderung. Angegliedert an den CJD Sulzbach-Rosenberg ist seit Januar 2015 das CJD-Haus Meilenstein in Amberg, in dem eine heilpädagogische Wohngruppe für minderjährige Flüchtlinge untergebracht ist. Bei Bedarf werden diese Jugendlichen vom JMD unterstützt, vor allem in Fragen bezüglich des Berufes, der Schule und bei der Antragsstellung für eine Ferienfreizeit. Generell biete der JMD den Zuwanderern als Fachdienst für Migration und Integration Unterstützung bei der Orientierung und langfristigen Lebensgestaltung in der für sie neuen und fremden Gesellschaft.

"Neben dem alltäglichen Wirken haben wir 2016 bereits einige Höhepunkte umgesetzt", erläuterte Anna Szymczak. Der Jugendmigrationsdienst (JMD) nahm beispielsweise in Kooperation mit der Umweltwerkstatt Klärwerk auf einem Teil des Areals der ehemaligen Landesgartenschau in Amberg einen interkulturellen Schrebergarten in Angriff, in dem sich Migranten und Einheimische gemeinsam in der Produktion von Lebensmitteln üben. Für welche Nahrungsmittel sich die Akteure entscheiden werden, stehe noch nicht fest, doch der Anfang sei gemacht. Mit Erfolg sei die Interkulturelle Filmnacht im Ringtheater in der Nachbarstadt gekrönt gewesen, die unter dem Motto "Begegnungen von Menschen aus unterschiedlichen Kulturen" stand.

Gruppe für Mädchen


Neben den Filmen "Kaddisch für einen Freund" und "300 Worte Deutsch" war Raum für Gespräche und Essen und Trinken geboten. Geplant sei 2016 auch die Gründung einer Mädchen- beziehungsweise Jungen-Frauen-Gruppe. Da diese Aktivitäten nicht nur viele helfende Hände bedürfen, sondern auch Geld nötig sei, nehme man gerne jede große wie kleine Spende entgegen.

SpendenWer die Tätigkeit des CJD unterstützen möchte, kann dies mit einer Einzahlung oder Überweisung auf das Konto bei der Sparkasse Amberg-Sulzbach (Iban DE95 7525 0000 0380 2012 44, Bic BYLADEM1 ABG) tun. Wer regelmäßig finanzielle Unterstützung leisten möchte, kann beim Förderverein Mitglied werden. Nähere Informationen gibt es unter der Adresse CJD Sulzbach-Rosenberg, Hauptstraße 40, 09661/9434, Fax 09661/10 28 71, E-Mail info.sulzbach-rosenberg@cjd.de und im Internet unter www.cjd-sulzbach-rosenberg.de. (bt)
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