CSU fordert Gutachten über aktuelle Kosten, Folgekosten, mögliche Nutzungsvarianten und ...
„Verantwortung, aber keine Blanko-Schecks"

Kultur
Sulzbach-Rosenberg
14.06.2016
26
0

Politischen Handlungsbedarf sieht die CSU-Fraktion beim Seidel-Saal. Nach vielen Jahren, in denen die Stadt die Eigentümer im Unklaren gelassen habe, sei nun eine Positionierung dringend erforderlich. "Die Eigentümer erwarten zurecht eine klare Meinungsäußerung", unterstrich Fraktionsvorsitzender Dr. Stefan Morgenschweis.

Ein Verschweigen des Handlungsbedarfs sei genauso falsch wie hinter der vorgehaltenen Hand bereits den Kauf fix zu machen, meinte der Kommunalpolitiker eingangs. Stadtheimatpfleger Dr. Markus Lommer führte die Christsozialen durch die Gebäulichkeiten und konnte dabei den einen oder anderen historischen Schatz präsentieren. "Wir haben hier ein Gebäude samt Inhalt, das bayernweit seinesgleichen sucht", betonte Lommer.

Enorme Leistungen


2. Bürgermeister Günter Koller zeigte sich beeindruckt von den aufbereiteten und katalogisierten historischen Fundstücken sowie dem Gebäudekomplex an sich. "Zunächst muss man ein großes Dankeschön an die ehrenamtlichen Helfer um Dr. Markus Lommer sagen. Was hier geleistet wird, ist schon enorm." Aufgrund der geschichtlichen und kulturellen Bedeutung müsse sich die Stadt auf jeden Fall ernsthaft und nachhaltig mit dem Seidel-Anwesen beschäftigen. Ob es in Richtung Kauf oder unterstützende, vermittelnde Tätigkeiten hinauslaufe, hänge von den Zahlen, der Förderung und dem Gesamtkonzept ab. "Verantwortung, aber keine Blanko-Schecks, muss hier die Devise lauten", machte Koller klar.

Ähnlich, aber etwas kritischer, sah es CSU-Ortsvorsitzender Dr. Patrick Fröhlich. "Wir haben zwar eine Verantwortung für die Kultur in unserer Herzogstadt. Dieser werden wir mit Stadtmuseum, unserem Zuschuss zum Literaturarchiv oder auch der Synagoge bereits heute gerecht. Ich warne jedoch davor, unsere begrenzten Mittel allzu umfassend in derartige große Kulturprojekte zu investieren." Es gebe auch Themen rund um Vereinsleben und Freizeit, die mehr Mittel erfordern würden. "Beispielhaft möchte ich das Waldbad nennen, das deutlich konsequenter und mit mehr finanziellem Einsatz weiterentwickelt gehört."

Ball beim Bürgermeister


Abschließend machte Morgenschweis nochmals den weiteren Fahrplan klar. "Zunächst brauchen wir ein Gutachten, in dem aktuelle Kosten, Folgekosten, mögliche Nutzungsvarianten und Fördersummen klar und verbindlich beziffert werden. Erst dann können und werden wir eine Entscheidung treffen. Hier liegt der Ball beim Bürgermeister, die entsprechenden Schritte einzuleiten und voranzutreiben."
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.