Gemeinsam zum Jugendorchester-Festival in München
Gespannt auf den Maestro

Spannung und Vorfreude wachsen auch bei den Dirigenten Stefanie Rösch (Mitte) und Richard Hubert (links) sowie SMS-Leiter Steffen Weber (rechts) vor dem großen Auftritt beim 1. Jugendorchester-Festival "Auftakt!" in München. Bild: aks
Kultur
Sulzbach-Rosenberg
18.05.2016
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"Das ist das Coolste, was wir je gemacht haben", freuen sich die jungen Musiker. Aber nicht nur das aus zwei Schulen gemischte Ensemble zählt die Tage bis zum Auftritt beim 1. Jugendorchester-Festival "Auftakt!" Anfang Juni in München.

Für das Projekt haben sich die Städtische Sing- und Musikschule (SMS) und das Herzog-Christian-August-Gymnasium (HCA) zusammengetan. Auch bei den Dirigenten Stefanie Rösch und Richard Hubert sowie SMS-Leiter Steffen Weber wächst die gespannte Vorfreude.

Bereits eng verflochten


Als Weber im vergangenen Sommer die von "Jeunesses Musicales Deutschland" ausgesprochene Einladung auf seinem Schreibtisch fand, gab es kein großes Zögern. Angesichts der ohnehin schon engen musikalischen Verflechtung mit dem HCA-Gymnasium hakte er eine der Grundvoraussetzungen zur Teilnahme mit Leichtigkeit ab.

Von den insgesamt 54 Orchestermitgliedern, die das Festival-Abenteuer wagen, sind 20 sowohl im SMS- als auch im HCA-Orchester aktiv. Der Rest teilt sich nach Stefanie Röschs Überschlagsrechnung hälftig auf beide Ensembles auf. Damit geriet das Verschmelzen zum Kooperationsprojekt günstigerweise nicht zur zusätzlichen Herkulesaufgabe, sondern ermöglichte den schnellen Fokus auf die Herausforderungen des Zusammentreffens mit dem Jugendkammerorchester Violinissimo, dem Münchner Jugendorchester, dem Puchheimer Jugendkammerorchester und dem Tölzer Knabenchor.

Dazu mussten allerdings einige zusätzliche Probenstunden und -wochenenden in den prall gefüllten Kalender der Schüler gezwängt werden. Das HCA-Gymnasium zeigte sich darüber hinaus so kulant, die Colloquien der beteiligten Abiturienten geschickt um den eigentlich ungünstigen Festivaltag zu drapieren.

Um der Oberpfalz in der Landeshauptstadt gebührend Respekt zu verschaffen, haben sich die beiden Dirigenten für ein 45-minütiges Programm entschieden, das die Möglichkeiten der symphonischen Besetzung optimal nutzt und zugleich das Publikum mitreißt. Neben dem Vivaldi-Evergreen "Frühling" aus den vier Jahreszeiten mit Solistin Franziska Rosemann und dem Flötenkonzert von Carl Stamitz mit Solist Lukas Wagner vertraut man auf die Ohrwurm-Qualitäten von "The Star Wars Epic", "Forrest Gump Suite" und ein Best-of-Medley des Musical-Giganten Andrew Lloyd Webber.

Warten auf Mariss Jansons


Ob sich der berühmte Schirmherr und internationale Stardirigent Mariss Jansons zum Konzert mit den insgesamt fünf antretenden Orchestern die Ehre gibt, liegt noch im Ungewissen. Den Pulsschlag aller Ausführenden würde der Maestro aber wohl schon in die Höhe treiben.

Vielleicht schaut er aber bereits bei den diversen Workshops vorbei, die den Tag in München bereichern. Dort findet sich auch das gemeinsame Projektorchester zusammen, das mit dem "Pomp and Circumstance March" von Edward Elgar und einem eigens für den Beatboxer Robeat und Orchester komponierten Werk das Konzert beschließt. Danach ist verdiente Entspannung und große Party für alle angesagt.

Das Festival-Konzert am Samstag, 4. Juni, von 16 bis 21 Uhr in der Tonhalle im Werksviertel in München ist öffentlich. Karten sind über www.muenchenticket.de erhältlich.
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