Gruppe 81 stellt zum Thema Maxhütte aus
Vergangene Ära lebt auf

Arbeitshandschuhe, von Roman Friedrich zusammengetragen, brauchte der Hüttenmann bei seiner schweren Arbeit.
Kultur
Sulzbach-Rosenberg
21.08.2016
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Ein Maxhütten-Arbeiter aus Keramik steht am glühenden Ofen aus rostigem Blech, rund vierzig Paar abgenutzte Arbeitshandschuhe sind Symbol für die harte Arbeit im Hüttenwerk: Die Gruppe '81 lädt zu einer interessanten Ausstellung ein.

Angekündigt sind "Bilder und Kritzeleien". Es ist aber weit mehr, was im Ausstellungsraum der Gruppe '81 in der Frühlingsstraße präsentiert wird. Das Thema "Maxhütte" hat die einheimischen Künstler stets inspiriert, ihre Bilder und Objekte sind heute Erinnerungen an eine vergangene Ära. Fünf Mitglieder der Gruppe '81 zeigen ihre Werke, angefangen vom Senior und Ehrenbürger Hans Wuttig, über den freischaffenden Künstler Roman Friedrich, Bernhard Müller und - als Gast - seinen Bruder Dr. Gottfried Müller bis hin zum jüngsten Mitglied Uschi Brauner.

Sie alle stellten bei der Vernissage ihre Werke und sich selber dem zahlreichen Publikum vor. Der langgestreckte Raum in der Frühlingsstraße 10 ist bestens geeignet für eine Ausstellung. Zahlreiche Gemälde und Grafiken, Skulpturen im Schaufenster des ehemaligen Bettenhauses, Miniaturen gemalt und aus Ton auf Stehtischen - die Freunde der Kunst kommen auf ihre Kosten.

Ins Auge stechen natürlich die großformatigen Gemälde von Hans Wuttig, Roman Friedrich und Bernhard Müller, die Anlagen, Arbeitsplätze und Gesichter der Maxhütte zeigen. Sie erzählen von ihrer Blütezeit, aber auch von ihrem Niedergang und dem, was heute noch übrig ist vom einstmals größten Arbeitgeber der Stadt.

Uschi Brauner lässt einen Hüttenmann aus Ton an einem Hochofen aus rostigem Ofenrohr arbeiten, hat auch den Schlackenberg in ihrem Keramik-Programm. Aus der Reihe fallen die Arbeiten von Dr. Gottfried Müller, den sein Bruder Bernhard für die Ausstellung gewinnen konnte. Seine Schwarzweiß-Zeichnungen bearbeitet der Cartoonist im Computer mit Farben und Schattierungen, so dass ganz besondere Bilder entstehen, ebenso Miniaturen. Sie können gegen eine kleine Spende mit nach Hause genommen werden.

Eröffnet wurde die Vernissage von Bernhard Müller, sie läuft bis 15. September. Sie wird abgelöst von einer weiteren, größeren im Oktober, wenn die Gruppe '81 ihren 30. Geburtstag feiern kann.
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