Hausmusik am Goglhof
Singen und spielen zu Ehren Cäcilias

Die echte alte Hausmusik lebt auf dem Goglhof. Am Cäcilientag spielten die "Saitenzupferinnen" auf ihren Veh-Harfen.
Kultur
Sulzbach-Rosenberg
26.11.2016
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Sie beherrschen die Flöte: Sandra Maderer aus Frechetsfeld, Agnes Guggenberger aus Sulzbach-Rosenberg und Agnes Hollweck aus Leinhof (von links). Bild: hka

"Am Abend in der Stubn" heißt eine Volksmusik-Sendung des Bayerischen Rundfunks. Musizieren und Singen aus der Oberpfalz gibt es dagegen live auf dem Goglhof. In der Stube des kleinen Museumshofes trafen sich wieder einmal die Freunde bodenständiger Unterhaltung zur Sitzweil mit Musik.

Eberhardsbühl. Dass der Heimatabend auf dem Goglhof nicht wie gewöhnlich an einem Freitag stattfand, hat seinen Grund im "Tag der Hausmusik", der auf den sogenannten Cäcilientag fällt.

In diesem Jahr eben auf einen Dienstag. Hausherrin Margarete Jäkel hatte dazu zwei Musik-Gruppen eingeladen - lauter Frauen diesmal -, die ihre Instrumente zum Klingen brachten und die alten Volkslieder begleiteten, die von den Goglhof-Besuchern immer gern gesungen werden. Rund um den Kachelofen in der alten Stube hatten die Hirschauer Saitenzupfer mit ihren Veeh-Harfen Platz genommen. Eigentlich sind es sieben Saitenzupferinnen und aus Hirschau kommen sie auch nicht, sondern aus den umliegenden Gemeinden. Aber sie haben dort anfangs geprobt, so ist der Name geblieben. Als Erwachsene haben diese Frauen das Instrument Veeh-Harfe für sich entdeckt, unter der Regie von Christel Fiegler fleißig geübt und sind gefragte Unterhalterinnen geworden. Mit dem "Sachranger Menuett", dem "Kaffeehaferl-Landler" oder dem "Bauernmenuett" ließen sie ihre Saiten erklingen, fröhlich oder besinnlich, immer zur Freude ihrer Zuhörer.

Zum "Tag der Hausmusik" waren außerdem drei junge Frauen mit Flöten und Gitarre auf den Goglhof gekommen. Sandra Maderer aus Frechetsfeld, war ehemals Schülerin Margarete Jäkels. Eine ihrer Flöten, von ihrer Lehrerin besorgt, spielt sie noch heute, "vierzig Jahre ist die alt", erzählte sie dem Publikum. Auch Agnes Guggenberger aus Sulzbach-Rosenberg und Agnes Hollweck aus Leinhof spielen die Flöte, letztere aber ganz besonders schön Gitarre. So ließen denn die drei Musikantinnen ihre Tenor-, Sopran- und Altflöten erklingen, setzten mehrmals die Querflöte ein, spielten eine A-Dur-Sonate von Mozart, sangen - begleitet von der Gitarre - von einem "Licht in der dunklen Zeit" und zeigten, dass sie auch moderne Stücke beherrschen.

Keine Geschichten oder verbindenden Texte gab es an diesem Abend in der Stubn , nur Musik. Eine Freude für die Goglhof-Gäste, die entspannt lauschten oder die alten Volkslieder mitsangen. Für "ein großes Geschenk" dankte die Hausherrin allen Mitwirkenden und Hermann Gnahn, der Vorsitzende der Goglhof-Freunde, überreichte ihnen Blumen für den "wunderschönen Abend, den Sie uns bereitet haben".

Ein weiterer Termin auf dem Goglhof ist bereits geplant: Am Freitag, 9. Dezember, wird in der Stube der Herrnhuter Stern leuchten und bei Kerzenschein gibt es Musik und Texte zum Advent.

MusikDie "Saitenzupferinnen", die mit ihren Veeh-Harfen zum "Tag der Hausmusik" auf dem Goglhof beitrugen, waren Martina Götz aus Neudorf, Veronika Post und Renate Zeiler aus Luhe-Wildenau, Hildegard Hirsch aus Schnaittenbach, Melanie Luber aus Sitzambuch, Rosi Lobenhofer aus Süß und Christel Fiegler aus Hahnbach. (hka)
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