Heimatverein Birgland aus Sulzbach-Rosenberg ist mit Traditionsveranstaltung zu Gast in Alfed
Den Winter gefeuert

Nach der Vorstellung auf dem Marktplatz ging es mit heiteren Klängen der Birgländer im Alfelder Volksmusikzentrum weiter.
Kultur
Sulzbach-Rosenberg
18.04.2016
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Der Heimatverein Birgland aus Sulzbach-Rosenberg pflegt seit Jahren den Brauch des Winteraustreibens. Heuer war er zu Gast in Alfeld und läutete die warme Jahreszeit ein. Danach wurde im Volksmusikzentrum noch musiziert und getanzt.

Alfeld/Sulzbach-Rosenberg . 70-jähriges Bestehen kann im Herbst der Heimatverein Birgland aus Sulzbach-Rosenberg feiern.

In den 50er-Jahren begann er mit dem bis in die Keltenzeit reichenden Brauch. Nun machte er Station in Alfeld. Teilnehmer an dieser Traditionsveranstaltung sind neben den Birgländer Musikanten die Gruppe der Peitschenknaller, die Volkstanz- und die Flötengruppe, die auch Winter und Sommer spielen.

45 Minuten Aufführung


Alfelds Bürgermeister Karl-Heinz Niebler freute sich, am Marktplatz eine große Anzahl von Zuschauern begrüßen zu können, darunter auch Bürgermeisterkollegin Brigitte Bachmann aus dem Birgland. Sehr herzlich hieß er seinen Namensvetter und Vorsitzenden des Heimatvereins Franz Niebler willkommen. Nach der etwa 45-minütigen Aufführung lud er die Anwesenden noch ins örtliche Volksmusikzentrum ein, wo weiter musiziert und getanzt werden sollte. Dort war auch für das leibliche Wohl der Gäste gesorgt.

In Gedichtform


Kulturforscher Hanns Binder hatte diesen Brauch einst wiederentdeckt und in Gedichtform gebracht. Vorgetragen wurden die Texte von Siegfried Binder. Hauptteil ist ein Streitgespräch zwischen Sommer und Winter, bei dem letztendlich der Sommer siegt.

An der Stelle, wo die Alfelder alljährlich ihren Kirwabaum aufstellen, war aus diesem Anlass eine Strohpuppe positioniert, die den Winter darstellte. Diese wurde angezündet und durch Goißlschnalzer ausgepeitscht. Übrig blieb so vom Winter nur ein Lattenkreuz, das rasch durch eine mit bunten Bändern geschmückte Birke ersetzt wurde. Dieser Baum steht symbolisch für den Sommer, der durch die Volkstanzgruppe mit mehreren Figurentänzen ausgetanzt wurde. Am Ende spielten noch einmal die Birgländer Musikanten auf, ehe sich Vorsitzender Niebler von den Gästen verabschiedete.

Gerne angenommen


Die Einladung zum anschließenden Tanz im fränkischen Volksmusikzentrum wurde gerne angenommen. So reichte die Bestuhlung bei weitem nicht aus. Noch bis 18.30 Uhr wurden viele Interessierte musikalisch bestens unterhalten.
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