Interview mit Kulttrio „Da Huawa, da Meier und I“ vor ausverkauftem Rängen im Festzelt der ...
Programm wie der Frühling

Das sind sie: Matthias Meier ("da Meier", rechts), Siegi Mühlbauer ("I", links) und dem Niederbayern Christian Maier ("da Huawa", Mitte). Bild: Hubert Lankes
Kultur
Sulzbach-Rosenberg
07.04.2016
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Heute Abend treten "Da Huawa, da Meier und I" mit ihrem neuen Programm "Zeit is a Matz!" in der Herzogstadt auf. Das Konzert ist schon lange ausverkauft.

Das Kulttrio, das aus den beiden Oberpfälzern Matthias Meier ("da Meier") und Siegi Mühlbauer ("I") und dem Niederbayern Christian Maier ("da Huawa") besteht, gibt Auskunft, was die Fans erwartet.

Euer neues Programm heißt "Zeit is a Matz!". Was bedeutet das?

Matthias Meier: Die Zeit - Freund oder Feind? Manchmal vergeht sie schneller, als man denken kann. Manchmal meint man, sie wäre stehen geblieben. Die Zeit ist ein uraltes Phänomen, welches schon Hunderte Generationen vor uns beglückte oder zum Verhängnis wurde. Genau so ist es mit der bayerischen "Matz". Segen oder Fluch: "Du bist scho a Matz" ist ein bajuwarischer Ritterschlag, etwa für einen sehr geschickten Handwerker. "Du blöde Matz" ist dagegen eine negative Kundtuung, für eine gemeine zwischenmenschliche Handlung. Die schärfste Variante der "Matz" dürfte die "Dreckmatz" sein.

Im letzten Programm habt Ihr Euch u.a. als Frosch, Esel und Pferd verkleidet. Was erwartet die Zuschauer diesmal?

Siegi Mühlbauer: Diesmal haben wir bei mehr Liedern Verkleidungen als sonst, aber wir wollen hier nicht schon alles verraten. Überraschungen sind in unserer Zeit viel seltener geworden.

Um welche Themen geht es?

Mühlbauer: Außer der Zeit befassen wir uns mit der Vergangenheit, der Gegenwart und ein bisschen mit der Zukunft, mit Umwelt- und Naturschutz, Korruption, Menschenhandel und Kuhhandel.

Welche Instrumente gibts im aktuellen Programm zu hören?

Matthias Meier: Um den logistischen Wahnsinn zu überwinden, haben wir uns für das neue Programm fest vorgenommen, ein reines Wortkabarett zu gestalten, um somit die vielen Instrumente nicht immer aufbauen zu müssen - der Plan ging aber bei den Vorbereitungen nicht auf.

Es kommt ein musikalischer Mix aus bayerischen traditionellen Instrumenten, Instrumentarium aus dem Rock'n'Roll-Bereich sowie afroamerikanische perkussive Instrumente zustande. Auch dieses mal wird die Bühne voller "Glump" sowie gewöhnlichen und ungewöhnlichen Instrumenten sein.

Was sind Eure Pläne für dieses Jahr?

Christian Meier: Wir sind mit dem neuen Programm wie der Frühling - irgendwann beginnt alles wieder von vorne. Wir freuen uns, unser neues Programm in Bayern und Österreich zum Besten zu geben, alte Fans wieder zu treffen und Spaß und Freude an unserer Bühnenarbeit zu haben.

Neben einem speziellen Bierzeltprogramm aus einem interessanten Mix des neuen Programms und aus alten Klassikern freuen wir uns schon auf den Oktober. Unsere irischen Freunde sind wieder zu Gast in Bayern und dann geht's wieder auf Tour mit unserem Herzensprojekt "Irish Bayrisch".

Der Heimatbegriff spielt bei Euch von Anfang an eine große Rolle. Wird er immer wichtiger angesichts der Flüchtlingslage?

Christian Maier: Niemand verlässt ohne triftigen Grund seine Heimat. Wenn man das weiß und fühlt, kann und darf man nicht auf diese Heimatvertriebenen schimpfen. Das wäre paradox.

Letztes Jahr habt Ihr Euer 15-jähriges Bühnenjubiläum gefeiert. Gibt's ein Motto fürs 16. Bühnenjahr?

Mühlbauer: Zeit lassen, es pressiert ja nix!
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