Jo and the Dudes im Seidel-Saal
Gefühlvoll überzeugt

Alle miteinander auf ein Foto zu bekommen , war erst möglich, als Jo and the Dudes sich beim Publikum bedankten. Jo (Vierter von links) steht letztmals neben Johannes Krusche (Dritter von links), dem Sulzbach-Rosenberger, der die Band zwecks Studium verlassen muss. Bild: hka
Kultur
Sulzbach-Rosenberg
06.11.2016
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Sie machen Musik bei Geburtstagsfeiern, traten in Regensburg und Leipzig auf und haben auch schon das Amberger ACC gefüllt. Auch wenn sie sich als "Kumpel" bezeichnen, sind sie mehr als das: Freunde. Das zeigte sich nun im Seidel-Saal, als einer der "Dudes" überaus emotional verabschiedet wurde.

Der Förderkreis der Seidel-Druckerei lud Jo and the Dudes ein zu einem zweiten Auftritt im historischen Saal. Nach zwei Jahren, so scherzte Vorsitzender Peter Geiger, sei die Gruppe sichtlich besser geworden, "verstärkt durch zusätzliche Stimmen und attraktive Sängerinnen". Mit Bandleader Jonas Falkenstein und seinen Kumpels - so der deutsche Name für Dudes - stellte der Förderkreis wiederum einer Musiker-Gruppe aus der Region seine Bühne zur Verfügung.

Diese, 2011 gegründet, hat sich mittlerweile den Ruf einer der bekanntesten Newcomer-Bands Ambergs und der Oberpfalz erworben. Die Fans in Sulzbach-Rosenberg bestätigen das, brechen schon in Jubel aus, noch ehe der erste Ton auf der Bühne erklingt.

Es ist ein Abend von jungen Musikern für junges oder zumindest jung gebliebenes Publikum. Jo alias Jonas Falkenstein, der Lead-Sänger und Gitarrist, Schlagzeuger Moritz Ringeisen, Bassist Johannes Krusche und Gitarrist Simon Pronath sind die Youngsters, denen Jos Vater Christian Falkenstein am Piano und dessen Bruder Michael Falkenstein an der E-Gitarre zur Seite stehen.

Neun auf der Bühne


Ergänzt wird die Gruppe von besonderen Stimmen, nämlich denen von Diana Laden von Blue Heat, Johannes Knoch von Vocals und Nicki Johnson-Vogl. So sind es also neun Künstler auf der Bühne im Seidel-Saal. Ihr fünfstimmiger Gesang ist ihr Markenzeichen. Dabei setzt die Gruppe ihren Schwerpunkt besonders auf akustische Elemente, die sie geschickt mit elektrischem Schlagzeug und dem Klang einer Bassgitarre vermischt.

Das Repertoire der Band reicht von alten Klassikern über gefühlvolle Balladen bis hin zu den aktuellen Charthits. "Ain't nobody" ein bekannter Song aus den 1980er Jahren, "This Generation" des Soul-Sängers Andrew Roachford oder "I can't go for that" des amerikanischen Pop-Musiker-Duos Hall & Oates sind für das Publikum bekannte Nummern. Aber auch die Stücke aus eigener Feder wie "Come with me", "Hold on" oder "Surrender" - zum Teil aus ihrem ersten Album "Gravity" - bringen die Fans zum Jubeln.

Nettes Geplauder überbrückt die kleinen Pausen. So zum Beispiel, dass neben Jo auch Moritz "alias Mo Collins" gut ist im Schreiben von Songs, dass Heiko Schmidt, Foto-Chronist der Band, ständig filmt, weil es eine Dokumentation über die Gruppe geben soll und - natürlich - dass "Gravity", das Album, für 12 Euro mit nach Hause genommen werden könne.

Symphatische Burschen


Alle zeigen sie an diesem Abend immense Freude am Spiel, beherrschen ihre Instrumente, präsentieren ihre Lieder auf ihre ganz eigene Art, und freuen sich über den Beifall und das begeisterte Mitgehen des Publikums. Vor allem aber sind sie sympathische Burschen, die im Alltag als Physiotherapeuten, Produktmanager oder Student ihren Weg gehen.

Bassist Johannes Krusche beginnt ein Studium in Würzburg. Der Abend im Seidel-Saal war für den Sulzbach-Rosenberger der letzte Auftritt mit seiner Band. "Face the Truth", eine ruhige Ballade, widmeten die "Dudes" ihm, verbunden mit liebevollen Umarmungen und vielfachem Dankeschön für eine schöne Zeit.

VorschlagEin wenig schade war es, so Kommentare aus dem Zuhörerkreis, dass die "Mädels" nur als die Stimmen im Hintergrund eingesetzt waren, wo man doch, zumindest von Diana Laden, weiß, dass sie viel mehr kann als das. Mit wenigstens einem Song hätte sie den Abend bereichern können, meinten viele. (hka)
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