Jugendförderpreis an Philipp Senft
Gefragter Musiker dank Drei-Augen-Prinzip

Bürgermeister Michael Göth würdigte Philipp Senft für sein kontinuierliches, zielorientiertes musikalisches Arbeiten. Bild: cog
Kultur
Sulzbach-Rosenberg
20.03.2016
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Schon zwölf Mal seit 1989 hat der Stadtrat den Jugendförderpreis verliehen. In einer Festsitzung kürte der Stadtrat jetzt einen dreizehnten Preisträger: Der Schlagzeuger Philipp Senft wurde "in Anerkennung seines kontinuierlichen, zielorientierten musikalischen Arbeitens und seiner besonders musikalischen Leistungen auf den Gebieten Schlagzeug und Percussion" ausgezeichnet.

Wie Bürgermeister Michael Göth erläuterte, werden mit dem Jugendförderpreis junge Leute gewürdigt, die auf den Gebieten Musik, Literatur oder Kunst besondere Leistungen erbringen und sich noch in der Ausbildung befinden. Maria Boßle habe Philipp Senft vorgeschlagen, und der Jugendausschuss sowie der Stadtrat hätten die Verleihung einstimmig beschlossen.

Beharrlichkeit und Fleiß


Johannes Mühldorfer beschrieb in seiner Laudatio Senft als einen Schüler, der mit Kontinuität, Beharrlichkeit und Fleiß arbeitete. Er habe sich zu einem Allround-Musiker mit Schwerpunkt Schlagzeug entwickelt und sei schon jetzt ein gefragter Orchestermusiker, Schlagzeuger und Dozent.

"Er gehört zu den wenigen Musikern, die in der Lage sind, das Drei-Augen-Prinzip umzusetzen", meinte der Laudator humorvoll, "nämlich mit einem Auge beim Instrument zu sein, mit dem zweiten bei den Noten und mit dem dritten beim Dirigenten." Mühldorfer wünschte seinem ehemaligen Schüler alles Gute für seinen Weg. Unter dem Beifall der Versammlung überreichte Göth Senft die Urkunde und einen Geldpreis von 2000 Euro. Der Geehrte begann seine Ansprache mit einem furiosen Trommelsolo. Auch wer ihn vorher nicht kannte, konnte jetzt verstehen, dass der junge Mann zurecht für seine Leistungen ausgezeichnet wurde.

Ausgezeichnetes Trio


Senft dankte dann Maria Boßle, dass sie ihn für diesen Preis vorgeschlagen hatte, dem Stadtrat für die Verleihung, Mühldorfer für seine Förderung und seinen Eltern, "die mich auf meinem bisherigen musikalischen Weg gefördert, begleitet und unterstützt haben." Auch an das Blechbläserquintett des Bergknappenorchesters und an das Duo Susanne Hiltl und Hannah Gruber, die die Festsitzung musikalisch gestalteten, richtete er seinen Dank.

Dann demonstrierte Senft die Verbundenheit mit seinen früheren Lehrern. Zusammen mit Mühldorfer und Eckhard Kopetzki spielte er "Crystal Beats", eine Komposition von Kopetzki. Die drei Männer brannten auf den Trommeln ein wahres Feuerwerk der Percussion ab - atemberaubend!

Zur PersonPhilipp Senft ist 1994 geboren. Seine musikalische Ausbildung begann er an der Städtischen Sing- und Musikschule mit der Blockflöte. Nach vier Jahren wechselte er zu Gitarre und E-Bass. Zugleich lernte er in der Bläserklasse des HCA-Gymnasiums zwei Jahre lang Euphonium. Mit 13 begann er den Schlagzeugunterricht, zuerst in der SMS bei Johannes Mühldorfer, dann an der Berufsfachschule für Musik bei Eckhard Kopetzki. Seit 2015 studiert er Schlagzeug an der Hochschule für Musik und Theater in München. (cog)
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