Kunstpreis zur deutsch-tschechischen Verständigung wird in Sulzbach-Rosenberg verliehen
Lokale Kunst wird international

Als große Ehre für die Herzogstadt wertet Bürgermeister Michael Göth den Festakt zur Kunstpreis-Verleihung. Hierzu stellte Hans Wuttig ein zum Thema Adalbert Stifter passendes Aquarell zur Verfügung. Bild: Royer
Kultur
Sulzbach-Rosenberg
17.11.2016
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Zwei Minister als Hochkaräter, jede Menge Kunst und alles in historischem Ambiente. Zur Verleihung des Kunstpreises zur deutsch-tschechischen Verständigung richten sich am 12. Dezember alle Blicke auf die Herzogstadt. Einen wesentlichen Beitrag leistet dazu die Gruppe 81.

Der 1994 erstmals verliehene Preis wird in heuer zum 20. Mal vergeben. Frühere Preisträger waren unter anderem Pavel Kohout, Ludvik Kundera, Richard von Weizsäcker oder Antje Vollmer. Die SRZ wollte im Interview nun von Bürgermeister Michael Göth wissen, was es mit dieser Veranstaltung auf sich hat und warum die Verleihung ausgerechnet in Sulzbach-Rosenberg stattfindet.

SRZ: Herr Bürgermeister, welchen Stellenwert hat dieser Festakt im Rathaus für Sie?

Michael Göth: Nun, ich denke, dass die Verleihung für die Herzogstadt schon eine große Ehre bedeutet. Sulzbach-Rosenberg reiht sich nun so in eine Riege mit Chemnitz, Prag, Bremen, Berlin oder Weimar - alles Orte von früheren Verleihungen - ein. Es ist also insgesamt eine gute Werbung für Sulzbach-Rosenberg.

Können Sie uns etwas über die Preisträger sagen?

Den Kunstpreis zur deutsch-tschechischen Verständigung erhalten in diesem Jahr der bekannte Vertriebenenpolitiker Bernd Posselt sowie der tschechische Kulturminister Daniel Herman. Die beiden Ehrenpreise gehen an Radek Fridrich, Schriftsteller (Tetschen/Decín) und Alice Scholze, deutsch-tschechisches Familiennetzwerk (Berlin).

Warum wurde Sulzbach-Rosenberg als eher kleine Stadt für die Verleihung ausgewählt?

Das hängt damit zusammen, dass wir so ziemlich in der Mitte der Goldenen Straße am alten Handelsweg zwischen Nürnberg und Prag liegen, der seit Urzeiten die deutschen mit den böhmischen Gebieten verband.

Was erwartet die Preisträger beim Festakt im historischen Rathaus?

Zunächst ist es so, dass mit dem Kunstpreis keine Geldsumme verbunden ist. Wie der Name schon sagt, werden an die Preisträger ausschließlich Kunstwerke verliehen. Hier kommt unsere lokale Künstlervereinigung Gruppe 81 zum Zug. Die Künstler Hans Wuttig, Peter Kuschel und Günter Wendler steuerten hier drei ihrer Werke bei.

Die Rede war auch von zwei Ministern. Welcher Spitzenpolitiker ist noch mit von der Partie?

Der bayerische Kultusminister Ludwig Spaenle wird im Großen Rathaussaal die Laudatio auf den tschechischen Minister Daniel Herman halten. Peter Becher, Vorsitzender des Adalbert-Stifter-Vereins, übergibt dabei die Urkunde. (Zum Thema)
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