Neue Beschilderung für historische Gebäude in Sulzbach-Rosenberg
Aufwertung für Zeugen aus Stein

Durch diesen Torbogen gelangt man in den inneren Bereich des Sulzbacher Schlosses, das viele Jahre als Residenz des eigenständigen Wittelsbacher Fürstentums Pfalz-Sulzbach diente. Über seine historische Bedeutung wird ein neues Hinweisschild schon bald Auskunft geben. Bilder: Royer (2)
Kultur
Sulzbach-Rosenberg
15.03.2016
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Es geht um 40 Gebäude, die aufgewertet sollen. Denn die reiche Historie der Herzogstadt lässt viele Streifzüge in die Vergangenheit zu. Dabei stößt man unweigerlich auf zahlreiche steingewordene Zeitzeugen. Mit modernen Hinweisschildern sollen sie wieder ins rechte Licht gerückt werden. Bürgermeister Michael Göth hatte dafür erneut Innenarchitekt Josef Starkl verpflichtet, der bereits bei der Fassadengestaltung der Pestalozzischule und bei den Schildern an der Synagoge seine Visitenkarte zur Zufriedenheit der Betrachter abgegeben hatte.

Wie Sachbearbeiterin Christine Schaller-Kokesch vom Bauamt der Stadt bei der Vorab-Präsentation der Entwürfe erklärte, handle es sich bei der Gestaltung und Anbringung der neuen Schilder um ein Projekt, das auf vier Jahre angelegt sei. Neben der Bestandsaufnahme rückte die Neufassung und Überarbeitung der Texte sowie die Auswahl des Materials auf die Agenda.

Fortsetzung im Internet


Laut Josef Starkl sollten am Ende neue Schilder in zeitgenössischer Form mit ausführlicheren Angaben plus Internet-QR-Code stehen. Als geeignete Unterlage habe man sich für bruchsicheres Glas entschieden. Zusätzlich wurden die Texte um eine Überschrift in englischer Sprache erweitert. Zusätzliche Ergänzungen, Informationen und Übersetzungen sind auf der Homepage der Stadt über besagten QR-Code abrufbar.

Wie Bürgermeister Michael Göth anmerkte, werde auch auf den Schildern das Erscheinungsbild der Stadt-Publikationen oder Infotafeln (Corporate Design) in rot-weiß mit Lilien-Logo fortgeführt. "Im Sommer können wir mit der Anbringung der ersten Hinweisschilder beginnen, abgeschlossen wird die sukzessive Umstellung in zwei bis drei Jahren", merkte das Stadtoberhaupt an.

Für ganze 40 Gebäude, acht davon in Rosenberg, seien die Tafeln vorgesehen. Um die Texte habe sich Archivar Johannes Hartmann, um die QR-Codes und Vorarbeiten für den Internet-Auftritt Lisa Wagemann gekümmert. Die Größe der Schilder wird bis auf Schloss und Rathaus einheitlich ausfallen. Bei letztgenannten Gebäude ist wegen ihrer enormen Bedeutung etwas mehr Text notwendig.

Information für Besitzer


Sollten die ausgesuchten Gebäude nicht im Besitz der Stadt sein, werden die Eigentümer rechtzeitig informiert, um eine Anbringung der Tafeln möglich zu machen. Beschildert werden unter anderem sämtliche Kirchen, die Standorte der Stadttore, die Quellen, Museen, bedeutende Bürgerhäuser und Denkmäler.
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