Neues Stück der Rosenberger Bauernbühne
Wenn Stadtwurst gestrichen ist

Eine Szene aus dem letzten Stück der Rosenberger Bauernbühne "Da Schippedupfer". Damals spielten Vorgänge in einer Metzgerei eine Rolle - diesmal ein Produkt daraus. Bild: sed
Kultur
Sulzbach-Rosenberg
29.03.2016
82
0

Kann jemand von der eigenen Schwester in den Wahnsinn geputzt werden? Dieser Frage geht die Rosenberger Bauernbühne in ihrem aktuellen Theaterstück "Männer haben's auch nicht leicht" nach. Das Publikum sollte die Taschentücher bereithalten - aus Mitleid und für Freudentränen.

Die Rosenberger Bauernbühne öffnet wieder den Bühnenvorhang zu vier Theater-Aufführungen. Das neue Stück wird am 1. und 2. sowie am 8. und 9. April jeweils um 19.30 Uhr im Saal des Kettelerhauses in Rosenberg präsentiert. Für alle Vorstellungen gibt es noch Restkarten.

Beim aktuellen Schwank für fünf Damen und fünf Herren handelt es sich um einen Dreiakter aus der Feder der bewährten Stückeschreiberin Regina Rösch, bei dem Automechaniker Rudolf Struppe im Mittelpunkt steht. An ihm ist der Kelch des Ehelebens mit all seinen schrecklichen Begleiterscheinungen bisher vorbeigegangen. Eigentlich könnte er ganz entspannt und frei von allen Zwängen leben, wäre da nicht seine Schwester Apollonia, die Rudolf vor allen Feiertagen regelmäßig heimsucht, um seine heruntergekommene, verlotterte Wohnung durch eine Putz- und Säuberungsorgie wieder auf Vordermann zu bringen. Unterstützt von den Ehefrauen der Freunde und der Nachbarin Irene, beseitigt und vernichtet sie in dieser Zeit unter Einsatz sämtlicher bekannter Putz- und Reinigungsmittel systematisch jedes Staubkorn und jede noch so winzige Bazille.

Diesmal ist alles anders


Das wäre zu ertragen, denn spätestens eine Woche nach dem Abzug seiner putzwütigen Schwester hat Rudolf seine alte "Ordnung" wieder hergestellt, doch in diesem Jahr ist alles anders. Getrieben von der Sorge um ihren verwahrlosten Bruder, dessen Cholesterinwerte unter aller Kanone sind, macht Apollonia selbst vor Rudolf nicht halt. Seine geliebte Stadtwurst und das tägliche Bier werden gestrichen und gnadenlos durch Tofuwürstchen, Müsli und Kräutertee ersetzt. Rudolf ist dem Wahnsinn nahe.

Als Apollonia beschließt, bis zum traditionellen Heimatfest volle neun Wochen bei Rudolf zu wohnen und überlegt, entweder ganz zu ihm zu ziehen oder ihn endlich unter die Haube zu bringen, beginnt für Rudolf der nackte Kampf ums Überleben. Unterstützt von Vinzenz, einem zugezogenen Trachtenmoden-Händler, und dem Frauenversteher Gustav, beginnen Rudolfs Freunde Schorsch und Willi mitten in den ohnehin schon schwierigen Vorbereitungen für das große Heimatfest einen Plan zur Rettung ihres Freundes zu schmieden.

Doch auch die Frauen des Ortes sind nicht untätig, sieht man doch eine letzte Chance, einen weiblichen Restposten vor dem grausamen Ende als vertrocknete Jungfer zu bewahren.

Reservierungen: Täglich ab 10 Uhr unter 09661/75 58 bei Familie Schütz. Die Eintrittskarte kostet sechs Euro.

DarstellerRudolf Struppe (Automechaniker und Junggeselle) - Hannes Lindner.

Apollonia Struppe (seine putzwütige Schwester) - Michaela Hüttner

Georg Maier (genannt Schorsch, Rudolfs Freund) - Sepp Lösch.

Greta Maier (seine Ehefrau) - Rita Ludwig.

Willi Gruber (Freund von Rudolf) - Andreas Royer.

Gunda Gruber (seine Ehefrau) - Nicole Götz.

Gustav Schön (Junggeselle und Frauenschwarm) - Christoph Paulus.

Irene Lehmann (Nachbarin und Junggesellin) - Katha Lindner.

Vinzenz Bayer (Trachtenmodenhändler) - Benjamin Neidel.

Charlotte Baye r (seine flippige Nichte) - Marina Thurner. (oy)
Weitere Beiträge zu den Themen: Kettelerhaus (45)Männer (17)Rudolf Struppe (1)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.