Paul Royer spendet wieder eine bronze-Büste für Rosenberg
Prominenter Partner für Paula

Gemeinsame Freude über ein gelungenes Stück Rosenberg (von links): Peter Kuschel, Karl Meier, Bürgermeister Michael Göth und Spender Paul Royer neben der neuen Bronze-Büste von Sebastian Kneipp.. Bilder: Gebhardt (2)
Kultur
Sulzbach-Rosenberg
07.09.2016
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Paula ist eine Spende von Paul. Sie sitzt am Rande der Rosenberger Flei und schaut hinüber zu Sebastian Kneipp. Der ist auch eine Spende von Paul Royer (84) und ganz neu in Rosenberg. Damit hat der Bereich um das Becken, an dem bald ein Radler-Rastplatz entstehen soll, wieder eine Attraktion mehr. Und die Stadt freut sich über diese Großherzigkeit.

Er ist ein waschechter Rosenberger, geboren "auf der Windschnur" und in dritter Generation in der Maxhütte tätig, der Royer-Paul. Seit seiner Pensionierung hat der Heimatchronist sein Hobby intensiviert. Er vervollständigt seine Fotosammlung über sein geliebtes Rosenberg und arbeitet auch aktiv an der Gestaltung des Stadtteils mit.

Schon 2014 hatte er eine prima Idee: Bei einem Lichtbildervortrag kam ihm der Einfall, an der Flei in Rosenberg eine Statue zu positionieren. Es sollte eine Wäscherin sein, gefertigt aus Bronze. Sie markiert den Beginn einer doch erheblichen Privat-Investition. Zusammen mit seinem Freund und Berater Karl Meier besprach er sich mit dem Etzelwanger Künstler Peter Kuschel, der auch sofort einverstanden war.

"Dann ist uns aber gottseidank eingefallen, dass wir ja auch den Bürgermeister fragen müssen, wenn wir auf Stadtgrund sowas aufstellen lassen wollen!", erinnert sich Paul Royer im Gespräch mit unserer Zeitung.

Natürlich hatte Bürgermeister Michael Göth nichts dagegen, schnell waren die Modalitäten geklärt, und bei der Nachkirwa 2014 durfte Paul Royer die frisch enthüllte Figur auf den Namen "Paula" taufen. Seither ziert sie das Flei-Becken, ihre Nase zu reiben soll übrigens Glück bringen.

Natürlich sturmsicher


Doch damit war die Initiative von Paul Royer noch nicht verklungen: Nach einem SRZ-Bericht über einen Sturmschaden an einer Kneipp-Büste beschloss er, auch in Rosenberg eine solche Erinnerung an den Gesundheits-Revolutionär aufstellen zu lassen - natürlich sturmsicher.

Gesagt, getan: Peter Kuschel übernahm wiederum gerne die Aufgabe, dem Wörishofener Priester und Hydrotherapeuten Sebastian Kneipp das richtige Gesicht zu verleihen. Der Bürgermeister sicherte den Stellplatz auf Stadtgrund zu.

Sockel aus Fichtelgebirge


Auf der Suche nach einem würdigen Sockel wurden Paul Royer und Karl Meier allerdings erst im Fichtelgebirge fündig: Die schmucke Granitsäule bearbeitete und polierte der Steinmetz Royer in Neukirchen, der Bauhof montierte und setzte die Büste fachgerecht.

Jetzt durfte Paul Royer seine neueste Stiftung enthüllen, gemeinsam mit dem Bürgermeister und unter dem Applaus der Kirwaleut und des Stadtrates. Sebastian Kneipp blickt nun gütig nach Rosenberg hinein und wird bald auch rastende Radfahrer erleben, die "sein" Kneipp-Becken benutzen.

Sie können sich dann auch auf große Stufen bis hinab zum Rosenbach setzen, wenn der Rastplatz fertig gestaltet ist. Bis dahin passen Paula und Sebastian gut darauf auf.
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