Proben für das Musical „Bertha und der Kuchenteig“ in der Schlussphase
Frühere Zeiten werden lebendig

Regisseurin Sophia Ritz kann beim Jubiläums-Musical der städtischen Sing- und Musikschule auf fleißige Zwerge zurückgreifen, die auf der Bühne helfen. Bild: cog
Kultur
Sulzbach-Rosenberg
16.09.2016
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Seit 60 Jahren gibt es die Städtische Sing- und Musikschule. Dieses Jubiläum feiert die SMS mit einer ganz besonderen Musiktheaterproduktion. "Bertha und der Kuchenteig" ist eine musikalische Reise in die Geschichte der Herzogstadt und der Schule.

Die Regisseurin Sophia Ritz setzt das Stück in Szene. Kurz vor dem Beginn des neuen Musikschuljahrs freut sie sich, mit frischem Elan den Endspurt zu starten.

SRZ: Noch ein Monat, dann hebt sich der Vorhang zur Premiere. Wie weit sind Sie mit den Vorbereitungen?

Sophia Ritz: Wir sind auf der Zielgeraden! Alle einzelnen Szenen sind vorgeprobt. Jetzt werden sie zusammengeführt, und aus den Teilen entsteht ein Ganzes. Die verschiedenen Musikensembles werden den Szenen zugeordnet. In dieser Schlussphase geht es um die zeitlichen und örtlichen Abläufe.

Was heißt das genau?

Der Raum in der Krötenseeschule hat es in sich: Die Auftrittswege sind sehr lang. Die Akteure müssen genau im richtigen Moment um die Ecke kommen, und das bedeutet, dass sie rechtzeitig losgehen müssen. Das werden wir intensiv proben.

Worin liegen für Sie die besonderen Herausforderungen?

Die Bühne ist zwölf Meter breit. Damit bietet sie Raum für große Bilder, aber es ist nicht so einfach, intime Szenen überzeugend darzustellen. Dieses Problem lösen wir mit geschickter Lichtregie. Dafür haben wir mit Lichttechnik Raab einen professionellen Mitstreiter gefunden.

Wie ist die Arbeit mit den jungen Akteuren?

Manchen muss ich die Scheu nehmen und sie an die Anforderungen heranführen. Andere sind forsch. Alle Darsteller sind mit großer Freude und Engagement dabei. Als Musikschüler wissen sie, dass man üben muss, und arbeiten sehr diszipliniert. Das erleichtert natürlich die Theaterarbeit. Einige Jugendliche stehen zum ersten Mal darstellerisch auf der Bühne, für viele ist es neu, vor so großem Publikum zu stehen und in ein Headset zu sprechen. Wir werden jetrainieren, dass sie mit ihrer Präsenz auf der Bühne den Zuschauerraum bis in die letzte Reihe erreichen.

Und die musikalische Seite?

Es macht mir besondere Freude, eine Inszenierung mit so viel Musik aus so vielen unterschiedlichen Epochen zu machen. Ohne die künstlerische und organisatorische Zu- und Mitarbeit der Lehrer mit ihren jeweiligen Ensembles wäre das gar nicht möglich.

Das Stück ist ja eine Zeitreise, und der Geist der jeweiligen Epoche offenbart sich in der Musik. Durch die Musik wird die frühere Zeit lebendig und sinnlich erfahrbar. Bisher habe ich die Musik nur im Probenraum gehört. Ich freue mich, sie jetzt endlich im Zusammenhang der Szene zu erleben.

In zwei Szenen haben wir besondere Gäste, nämlich den Zirkusverein Neumarkt und das Ballettstudio Magic Shoes. Die Koppelung von Tanz und Livemusik ist spannend, denn das haben die Musikschüler noch nie gemacht!

Sie nähen auch die Kostüme.

Die Kostüme sind fast fertig. Ich kann mich jetzt ganz auf die Proben konzentrieren.

Wie werden die ablaufen?

Wir haben noch vier große Probenwochenenden in der Krötenseeschule. Dabei geht es nicht nur um die Aufführung. Auch auf und hinter der Bühne ist viel zu organisieren: Für jede Szene müssen die nötigen Stühle und Notenständer bereitstehen. Ich bin der Stadt, der Schulleitung und dem Hausmeisterehepaar Schwärzer dankbar, dass wir dort so intensiv arbeiten können und dass sie uns immer unkompliziert unterstützen. Das ist wirklich eine große Hilfe!

Vielen Dank, Frau Ritz. Wir freuen uns schon auf "Bertha und der Kuchenteig"!

TermineAufführungen von "Bertha und der Kuchenteig" in der Krötensee-Mittelschule:

Freitag, 14. Oktober, um 18 Uhr Premiere für geladene Gäste

Samstag, 15. Oktober, um 19 Uhr weitere Vorstellung. Eintritt frei; Platzreservierungen bei der Städtischen Sing- und Musikschule unter 09661/5 19 50. (cog)
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